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Die Vermessung der Stadt. Gestaltung: Peter Lachnit

Was heute der "Herold" ist, war früher der "Lehmann" - das Wiener Adressverzeichnis. "Lehmann's Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger" erschien erstmals 1859 als voluminöses Auskunftsorgan über die Stadt. Schon seit dem 18. Jahrhundert waren die Tendenzen zur Vermessung der urbanen Gesellschaft unübersehbar: die Häuser wurden nummeriert, Stadtpläne gezeichnet und das Meldewesen eingeführt. Seit den 1860er Jahren gibt es, nach der Umstellung von Konskriptionsnummern auf Straßennamen, die in Wien bis heute gültige Form der Adressbezeichnung.

Eine Tagung am "Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften" (IFK) hat sich mit dem Thema "Mapping Vienna - die Kartierung der Stadt" beschäftigt, und die Wienbibliothek im Rathaus hat zu diesem Anlass den "Lehmann" ins Internet gestellt.

Service

Sylvia Mattl-Wurm/Alfred Pfoser (Hrsg.), "Die Vermessung Wiens, Lehmann Adressbücher 1859 -1942.", Wien: Metroverlag 2011

Marcel Atze /Kyra Waldner, "Andere Seiten. Private Adreßbücher prominenter Zeitgenossen aus zwei Jahrhunderten Kunst, Literatur und Musik.", Wien: Metroverlag 2011

In der Wienbibliothek im Rathaus ist eine Ausstellung zu diesem Thema vom 21. Jänner bis 26. August 2011, zu sehen: Die Vermessung Wiens

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