Dimensionen - die Welt der Wissenschaft
1. Denkende Häuser - Unterstützung für alte Menschen
2. Die Effektivität der 5. Macht
3. Das Krebsgenom
4. Das molekulare Küchenlabor (9) mit Thomas Vilgis
Redaktion und Moderation: Franz Tomandl
26. August 2011, 19:05
Drei Beiträge zu den Alpbacher Technologiegesprächen 2011
Die Lebenserwartung steigt und viele alte Menschen leben immer häufiger allein. Simple Handlungen des Alltags wie Kochen, Duschen und Einkaufen können dann zum Problem werden. Alte Menschen können in der Wohnung stürzen, aber auch einfach nur vergessen, ihre Medikamente einzunehmen. Mit Sensoren und Informationsbildschirmen ausgestattete Häuser und Wohnungen könnten alten Menschen helfen, einfacher und selbstständig durch den Alltag zu kommen. Doch viele dieser Techniken scheitern bei der Einführung am Markt.
Mit Sumi Helal, Universität Florida. Autor: Mark Hammer.
Die Medien galten lange Zeit als wichtigstes Korrektiv zur staatlichen Gesetzgebung, Justiz und Regierung und wurden deshalb als vierte Macht im Staat bezeichnet. Das Internet hat eine fünfte Macht geschaffen, weil es neue Formen der demokratischen Teilnahme möglich macht. Durch das World Wide Web können sich nicht nur Institutionen vernetzen, so wie das im klassischen Medienzeitalter der Fall war, sondern auch Individuen. Bestes Beispiel für die Effektivität der fünften Macht ist der arabische Frühling. Das Internet wurde in Tunesien oder Ägypten zu einer unkontrollierbaren Plattform des zivilgesellschaftlichen Aufstands. Mit William Dutton, Direktor Oxford Internet Institute. Autor: Franz Zeller.
Von der Entdeckung der Doppelhelix-Struktur der DNA im Jahr 1953 bis zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts vergingen 50 Jahre. Die methodischen Errungenschaften der modernen Genetik bieten auch der Krebsforschung zahlreiche neue Ansatzmöglichkeiten. Welche Chancen bietet eine Entschlüsselung des Krebsgenoms für die Medizin? J. Michael Bishop hat im Jahr 1989 gemeinsam mit Harold Varmus den Nobelpreis für Medizin verliehen bekommen - die beiden Forscher hatten nachgewiesen, dass es Anomalitäten im Zellwachstum sind, die die Entstehung von Krebs bedingen. Mit J. Michael Bishop, University of California. Autorin: Tanja Malle.
Internationales Jahr der Chemie 2011
Das molekulare Küchenlabor - mit Thomas Vilgis, aufgezeichnet von Armin Stadler.
9. Folge:Himbeerpulver: Das Aroma einer rieselfähigen Frucht.
Ketone nennen Chemiker jene Moleküle, die Himbeeren das spezielle Aroma verleihen. Besonders intensiv entfalten sie sich, wenn man aus den Früchten ein Pulver mörsert. Aber wie schafft man es, dass sich die Geschmacksstoffe beim Trocknen nicht verflüchtigen? Außerdem sollte das Pulver für eine mehrmalige Verwendung rieselfähig bleiben? Thomas Vilgis Rezeptur lautet: Man mische Methylcellulose unter die Himbeeren, eine wasserlösliche Form jenes Stoffs, aus dem pflanzliche Zellwände bestehen. Sein Himbeerpulver streut der Mainzer Physiker und Amateurkoch nicht nur über süße, sondern auch salzige Speisen.
Service
Thomas Vilgis, "Molekularküche. Geschmack, Aromen, Flavour", Verlag Tre Torri
