Radiokolleg

Radiokolleg - Fairer Handel

Gerechte Alternative oder profitables Geschäft? (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz

Kaffee, Tee, Reis, Schokolade: Alltägliche Konsumgüter, die in unseren Einkaufskörben landen und an deren Herkunft uns exotische Klischees erinnern. Kaum ein Konsument macht sich Gedanken darüber, woher diese Rohstoffe stammen und unter welchen Bedingungen sie überhaupt produziert werden.

Hauptsächlich handelt es sich um landwirtschaftliche Produkte, deren Qualität und Preis von vielen Bedingungen abhängen: nicht nur von klimatischen Verhältnissen, Saatgut und Einsatz von Düngemitteln, sondern auch von den Mühen vieler Bauern in Asien, Afrika oder Südamerika. Sie sind die Produzenten der Rohstoffe, niemals aber ihre Profiteure. Diese agieren woanders: an europäischen und amerikanischen Börsen und in internationalen Konzernen.

Fair Trade - ein Markenzeichen für gerechten Handel - hat sich zum Ziel gesetzt, das Grundeinkommen von Bauern und Bäuerinnen und Plantagenarbeiter/innen in Entwicklungsländern zu sichern, um sie auch von den saisonal schwankenden und international festgelegten Rohstoffpreisen unabhängig zu machen - wie zum Beispiel in Nicaragua, wo Kaffeebauern durch fair trade in den Genuss von finanziellen und sozialen Unterstützungen kommen.

Ist jedoch das Modell des fairen Handels tatsächlich eine gerechte und sinnvolle Alternative zu den Strategien des Welthandels?

Service

FAIR TRADE: Das profitable Geschäft mit unserem schlechten Gewissen (Goldmann Taschenbuch) von Jean-Pierre Boris (Autor), Hanna van Laak (Übersetzer) - vergriffen!

Fair einkaufen - aber wie?: Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss von Martina Hahn und Frank Herrmann Verlag Brandes & Apsel

Interviewpartner/innen
Yorokamu Abainenamar, FAIRTRADE Afrika
Noel Oettle, FAIRTRADE Afrika
Jakob Berndt & Paul Bethke, LEMONAID & CHARITEA (Getränkeproduzenten) Alfredo Pinot Escoval, Auditor (FLO-CERT) Rüdiger Meyer, Geschäftsführer (FLO-CERT) Binod Mohan, Teeproduzent (FAIRTRADE Asien) Peter Püspök, Oikokredit Österreich Gottfried Tappeiner, Wirtschaftstheoretiker (UNI Innsbruck) Raul del Aguila, Kleinbauernorganisation COCLA (Peru) Sigrid Stagl, Umweltökonomin (WU, Wien) Andrea Reitinger, EZA Margit und Richard Schweger, NOAN Olive oil Sepp Zotter, Chocolatier Peter Deisenberger, Kreativdirektor BRAINDS Mauricio Ruiz, cecocafen Matagalpa Dionicia Valdivia, Kaffeebäuerin Exolina Aldana, Bildungsbeauftragte cecocafen Gonzalez Lopez, cecocafen Julio Obregon, cecocafen

Fairtrade
Oikocredit
Lemonaid
Small Farmers. Big Change
Noan Olivenöl
Lohas
Zotter

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