Wissen aktuell

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1. Ärztemangel und Reform des Medizinstudiums
2. Was den Spracherwerb von Kindern beeinflusst
3. Pflanzen gegen Luftverschmutzung
4. Keine Grabungsgenehmigung für Troja
Redaktion: Barbara Daser

1. Ärztemangel und Reform des Medizinstudiums

Zu wenige Ärztinnen und Ärzte könnte es in einigen Jahren in Österreich geben: bis zu 10.000 könnten bis zum Jahr 2030 fehlen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Gesundheitsminister, Wissenschaftsminister und Ärztekammerpräsident heute präsentierten. Im Zuge dessen wurden die drei auch auf eine Reform der Ausbildung angesprochen. Seit Jahren wird ja diskutiert - vor allem über den Turnus. 17 Staaten in Europa haben laut Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Artur Wechselberger, einen "Facharzt für Allgemeinmedizin" - im Gegensatz zu Österreich. Die Ausbildung zu reformieren, würde den Beruf attraktiver machen - vor allem angesichts des eingangs geschilderten Szenarios eines künftigen Ärztemangels.


2. Was den Spracherwerb von Kindern beeinflusst

Erzählen, Vorlesen, Reden - wie und wie viel mit einem Kleinkind gesprochenen wird, ist maßgeblich für sein Lernen. Ein Forschungsprojekt, gefördert von Stadt Wien und Wiener Wissenschafts- Forschungs- und Technologiefonds WWTF, geht der Frage nach, wie sehr türkische Kinder in ihrem Spracherwerb vom Elternhaus beeinflusst werden. Martin Haidinger hat mit Katharina Korecky-Kröll vom Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien und der Sprachwissenschafterin Kumru Uzunkaya-Sharma über das Projekt "INPUT" gesprochen.


3. Pflanzen gegen Luftverschmutzung

Bepflanzt die Städte, lasst Mauern überwuchern! Das ist die Botschaft eines britischen Atmosphärenforschers. Pflanzen können die Luft in gewissem Maß von Stickoxiden und Feinstaub reinigen - und zwar besser als angenommen: Vor allem begrünte Wände (Kletterpflanzen wie z.B. Efeu, die Mauern überwuchern) könnten Stickoxide um bis zu 40 Prozent reduzieren, Feinstaub um bis zu 60 Prozent, so die Studie. Weitere Effekte schildern die ORF Wissenschaftsseiten science.ORF.at in "Grüne Wände gegen Luftverschmutzung".


4. Keine Grabungsgenehmigung für Troja

Das deutsch-österreichische Team bekommt angeblich keine Grabungsgenehmigung mehr für Troja. Wie die deutsche Zeitung "Südwest Presse" berichtet, hat die Türkei der Uni Tübingen die Grabungsgenehmigung verweigert. Das Team (von einem Österreicher geleitet) erhalte für heuer lediglich die Genehmigung zur Restaurierung und Konservierung in Troja. Hintergrund könnte ein Streit zwischen Türkei und Deutschland um türkische Altertümer sein, die in deutschen Museen verwahrt werden, so der Pressebericht. Darüber berichtet auch science.ORF.at

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ORF Science "Keine Grabungsgenehmigung für Troja"
ORF Science "Grüne Wände gegen Luftverschmutzung"

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