Europa-Journal

Spanien: Genug von der Korruption
Slowenien: Der gläserne Staat
Norwegen: Energieanlagen als Terrorziel
Schweden: Neue Hoffnung für Saab-Mitarbeiter

Spanien: Genug von der Korruption

Regierungschef Mariano Rajoy kämpft in der Affäre um Schmiergeldzahlungen um seinen Ruf. Seine konservative Volkspartei soll seit Jahren Gelder von Unternehmen an Parteifunktionäre ausgezahlt haben, auch an Rajoy. Trotz aller Dementis ist die Regierung innenpolitisch geschwächt. Korruptionsvorwürfe sind in den vergangenen Monaten auch gegen andere Parteien laut geworden, sogar das Königshaus wurde in den Schwarzgeldsumpf mit hineingezogen. Die Botschaft ist stets die gleiche: Politiker in allen Ecken des Landes sind korrupt. Den Bürgern reicht es, sie verlangen eine Erneuerung in Spanien - aber wie? Ein Beitrag von Josef Manola

Slowenien: Der gläserne Staat

Korruptionsvorwürfe erschüttern die slowenische Regierung. Premier Janez Jansa kann undurchsichtige Vermögenszuwächse auf seinem Konto nicht schlüssig erklären, seine Regierungskoalition wackelt. Dass die Korruptionsaffäre überhaupt bekannt wurde verdankt Slowenien einem strengen Gesetz über Informationsfreiheit, das den Staat verpflichtet, Fragen der Bürger an Politiker und Behörden umfassend zu beantworten. Slowenien gehört mit diesem Gesetz zu den Musterschülern in der EU - ganz im Gegensatz zu Österreich. Ein Beitrag von Tanja Malle

Norwegen: Energieanlagen als Terrorziel

Seit dem Terrorangriff auf ein algerisches Gasfeld Mitte Jänner muss sich die Führung des norwegischen Anlagen-Mitbetreibers Statoil Fragen nach der Sicherheit gefallen lassen. Bei dem Angriff waren auch mehrere Norweger getötet worden. Konzernchef Helge Lund versicherte zwar, man werde sich von Extremisten nicht diktieren lassen, wo sich Statoil wirtschaftlich engagiere - doch der Druck auf die Führung nimmt zu: Wie steht es um die Sicherheit der Statoil-Mitarbeiter in anderen Risikoländern und wie gut ist Norwegen gegen Terrorangriffe auf Energieanlagen im eigenen Land gewappnet? Ein Beitrag von Alexander Budde

Schweden: Neue Hoffnung für Saab-Mitarbeiter

Vor gut einem Jahr erreichte die westschwedische Stadt Trollhättan eine Hiobsbotschaft: Der schwedische Autohersteller Saab meldete Konkurs an. Rund 3.000 Menschen verloren damals ihren Arbeitsplatz. Zwar hat inzwischen ein chinesisch-japanisches Konsortium die alten Produktionsstätten gekauft und nährt nun Hoffnung, dort im Lauf des Jahres Elektroautos zu bauen - doch ein Großteil der früheren Saab-Mitarbeiter hat bereits andere Jobs gefunden. Ein Beitrag von Agnes Bührig

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