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Eine Kathedrale der Moderne. Der Wiener Südbahnhof
Gestaltung: Wolfgang Slapansky

Er war bis zum Dezember 2009 der größte Bahnhof Österreichs: Der Südbahnhof in Wien. Eigentlich waren es zwei Bahnhöfe unter einem Dach. Auch der Ostbahnhof gehörte zu dem riesigen Baukomplex. Der Südbahnhof war über Jahrzehnte nicht nur Bahnhof. Er war Filmkulisse, Wärmestube, Arbeitsplatz, sozialer Treffpunkt, Handelsplatz und vieles mehr.

Der Südbahnhof war für viele Menschen der erste Eindruck Wiens. Und er war für viele Wiener das Tor zur großen weiten Welt. 1840 erfolgte der Spatenstich für den Gloggnitzer Bahnhof, 1845 für den Raaber Bahnhof. Das war der Beginn eines der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Millionenstadt Wien. Mehrere Bauphasen und Neubauten hat es gegeben. Das Bahnhofsgebäude, das in den vergangenen fünfzig Jahren einen ganzen Stadtteil Wiens geprägt hat, musste jedoch dem Projekt "Zentralbahnhof" weichen. Seit wenigen Wochen ist dieser Hauptbahnhof Wien als wiederum größter Bahnhof Österreichs provisorisch in Betrieb genommen worden.

Im Zuge der Abbrucharbeiten des Vorläuferbaues aus den 1950er Jahren sind archäologische Funde gemacht worden, die in die früheste Bauphase des Bahnhofs zurückreichen. Mehr als 150 Jahre Stadt- und Kulturgeschichte kann anhand des Wiener Südbahnhofs rekonstruiert werden.

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