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Wie Musiker das Urheberrecht umgehen (4). Gestaltung: Anna Masoner

Was haben die Musiker und Bands Nine Inch Nails, Yoko Ono, REM und eine deutsch-japanische Pianistin gemeinsam? Sie haben ihre CDs, Songs und Kompositionen unter freien Lizenzen veröffentlicht und umgehen dadurch das klassische Urheberrecht. Denn das sorgt seit Jahren für Diskussionsstoff und Katzenjammer, bei Musikern einerseits und andererseits bei ihren Hörern.

Das Aufkommen von Digitaltechnologien hat es einfacher gemacht Musik über das Internet zu teilen und neue Kulturphänomene hervorgebracht. In Remixes und Mashups kombinieren und rearrangieren Musiker und Fans bestehende Sounds und Videoschnipsel und erschaffen daraus neue Werke, die unter anderem auf der Videoplattform "Youtube" ein Millionenpublikum finden.

Doch eigentlich sind solche Praktiken illegal. Denn das sogenannte Leistungsschutzrecht verbietet es, dass urheberrechtlich geschützte Musik so genutzt wird. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten alternative Urheberrechtslizenzen. Zu den bekanntesten gehören Creative Commons, die vor 10 Jahren vom amerikanischen Juristen Lawrence Lessing ausgedacht wurden. Sie erlauben es den Urhebern, manche Rechte, wie die Bearbeitung und Veröffentlichung, frei zu geben.

Wie sehr ist Creative Commons Musik verbreitet und was versprechen sich Musiker davon ihre Musik herzuschenken? - Anna Masoner hat sich bei Musikern, Labelbesitzern und Musikjournalisten umgehört.

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