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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Therapie hinter Gittern
Psychiatrie und Sozialpädagogik im Jugendstrafvollzug
Gestaltung: Marlene Nowotny

Depressionen, Angststörungen oder Drogenabhängigkeit - die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen, die im österreichischen Strafvollzug inhaftiert sind, leidet zumindest an einer psychischen Störung. Auch wenn von der Justiz betont wird, dass der Freiheitsentzug im Fall von Jugendstraffälligkeit nur als ultima ratio verhängt werden soll, ist die Haftstrafe für viele der Beginn einer kriminellen Karriere. Fehlende Therapiemöglichkeiten in Haft erhöhen das Risiko weiterer Straftaten, die zu weiteren Verurteilungen und Gefängnisaufenthalten führen. Welche therapeutischen Angebote wären notwendig, um einen solchen Teufelskreis aufzuhalten? Wie muss eine adäquate Betreuung von Jugendlichen im Gefängnis aussehen? Welche Störungen des Sozialverhaltens können dazu führen, dass es jungen Menschen längerfristig schwer fällt, sich an die Regeln der Gesellschaft zu halten? Und welche präventiven Maßnahmen wären aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie notwendig, um Straftaten zu verhindern, bevor sie passieren?
Diese und weitere Fragen wurden bei der 30. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie diskutiert.

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