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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Wenn die Abwehr Amok läuft. Neue Forschungen zu Diagnose und Therapie von Allergien. Gestaltung: Maria Mayer

Vor hundert Jahren hatte das Leiden noch nicht einmal einen Namen. Heute plagt sich jedes vierte Kind mit einer Allergie. Allein in Österreich sind 400.000 Menschen von einer Birkenpollenallergie betroffen. Sie zählt mit den von Gräsern und Hausstaubmilben verursachten, zu den häufigsten allergischen Erkrankungen. Überraschend sind neue Erkenntnisse von Salzburger Molekularbiolog/innen, wonach der Spitzwegerich die dritthäufigste Ursache von Pollenallergien in Westösterreich ist. Die Salzburger Forscher/innen haben auch schon die ersten Arbeiten für eine neuartige, effizientere und kürzer dauernde Impftherapie erfolgreich abgeschlossen. Schon einen Schritt weiter sind Wiener Forscher/innen. Sie testen bereits an 180 Personen einen sehr reinen und hochwirksamen Impfstoff gegen Gräserpollenallergie, der nur mehr einige wichtige künstlich hergestellte Allergiebausteine enthält und nicht mehr ein Gemisch aus natürlichen Eiweißen, die als Nebenwirkung zu allergischen Reaktionen führen können. Bei Allergien, gegen die es noch keine Tabletten zur Hyposensibilisierung gibt, könnte die Impfung in Zukunft sehr schonend mit einer Kombination aus Laser und Impfpflaster erfolgen, statt mit Nadeln. Erste Forschungsergebnisse dazu sind vielversprechend.

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