Betrifft: Geschichte

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Aquileia - Die verschüttete antike Metropole. Mit Stephan Groh, stellvertretender Direktor des ÖAI und Leiter des Fachbereichs für Zentraleuropäische Archäologie. Gestaltung: Martin Adel

Wer heute die berühmte Basilika von Aquileia besucht, wird von der antiken Bedeutung der Stadt kaum etwas merken. Dabei erstreckte sich die 181 v. Chr. ursprünglich als Militärkolonie gegründete Stadt bald über rund 80 Hektar, nicht gerechnet das bedeutende Suburbium außerhalb der Mauern und die beiden Hafenanlagen (zunächst wohl nur im Westen, dann auch im Osten).

Aus der Militärkolonie war innerhalb kurzer Zeit eine Handelsdrehscheibe geworden, in der verschiedene Handelswege zusammenliefen. Darunter auch die Bernsteinstraße. Anfang des vierten Jahrhunderts - mit der Etablierung des Christentums im Römischen Reich - wurde aus Aquileia auch noch ein religiöses Zentrum. Erst im Jahr 452 zerstörten die einfallenden Hunnen die Stadt, die ehemals noch dem Kaiser Marc Aurel als Hauptquartier gedient hatte.

Die urbane Bedeutung, das weitverzweigte Kanalsystem (das ganz bewusst landeinwärts angelegt wurde, um dem Versanden der Anlagen vorzubeugen), die Handels- und Gewerbeniederlassungen, das alles ist heute Gegenstand der archäologischen Forschungen, die jüngst wieder mit modernen Forschungsmethoden und frischem Elan neue Kenntnisse zutage gefördert haben.

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