Betrifft: Geschichte

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Ritterorden. Helfer in der Not oder kriegerische Eliteeinheit? Mit Meta Niederkorn, Institut für Geschichte, Universität Wien.
Gestaltung: Daphne Hruby

Ritterorden waren ein neues Phänomen im Mittelalter. Die ersten geistlichen Ritterorden sind im Zuge der Kreuzzüge und vor allem aus Hospitalorden in Jerusalem hervorgegangen. War bis dahin die Pflege Kranker, Alter und sozial Schwacher im Vordergrund gestanden, kam nun ein kriegerisches Element dazu. Die Mitglieder sollten Pilger beschützen, sowie das Christentum verteidigen und sich gegen eine Ausbreitung des Islam wenden. Gleichzeitig waren sie ursprünglich der Armut und der Keuschheit verpflichtet.

Ritterorden haben sich immer mehr zu einer militärischen und politischen Eliteeinheit entwickelt. Es kam zu blutigen Schlachten und Vertreibungen in Jerusalem, sowie im
Nahen Osten.

Ab dem 14. Jahrhundert wurden zunehmend auch weltliche Ritterorden gegründet. Diese sogenannten höfischen Ritterorden sollten den Machterhalt der Monarchen sicherstellen.
Die unterschiedlichen Gruppierungen sind teilweise auch in gegenseitiger Konkurrenz zueinander gestanden.

Manche Ritterorden existieren bis heute. Im Gegensatz zu früheren Zeiten haben sie sich nun aber wieder der Pflege Kranker und sozial Schwacher verschrieben.

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