Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Friede und Entspannung in Europa. Von der KSZE zur OSZE. Gestaltung: Brigitte Voykowitsch

Annäherung statt Konfrontation, Offenheit statt Dogmatismus: So lauteten die Grundsätze, mit denen der deutsche Kanzler Willy Brandt 1969 eine neue Ost-Politik einleitete. Brandts Politik stieß zunächst sowohl in Deutschland selbst als auch international auf heftige Kritik. Doch sie ebnete den Weg für die Konferenzen, bei denen ab 1973 die Außenminister von 35 Ländern neue Regeln für die zwischenstaatlichen Beziehungen aufstellten. Mitten im Kalten Krieg einigte man sich bei diesen Konferenzen über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) auf das Prinzip der Souveränität und Unversehrtheit der Staaten, auf Gewaltverzicht und auf die Achtung der Menschenrechte. Die KSZE-Schlussakte von 1975 markierte eine Zäsur in der Geschichte des Kalten Krieges. 1995 wurde die KSZE in OSZE (Organisation Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) unbenannt. Die OSZE versteht sich als stabilisierenden Faktor in Europa. Ihre Ziele sind die Sicherung des Friedens und der Wiederaufbau nach Konflikten. Die OSZE kümmert sich neben politisch-militärischen Aufgaben auch um wirtschaftliche, umweltpolitische und humanitäre Fragen. In viele Länder entsendet die OSZE Personen zur Wahlbeobachtung. In jüngster Zeit konzentriert sich die OSZE insbesondere auf den Krieg in Teilen der Ostukraine und ist bemüht, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln.

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