Comet 67P/Churyumov-Gerasimenko

ESA/Rosetta/NavCam – CC BY-SA IGO 3.0

Vom Leben der Natur

Vom Leben der Natur

Der Staub der Kometen. Der Astrophysiker Günter Kargl spricht über wiederkehrende Himmelskörper.
Teil 3: Die Landung auf der Kometenoberfläche.
Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Kometen sind kleine Himmelskörper, die in unserem Sonnensystem als "schmutzige Schneebälle" auf Bahnen kreisen, die sie immer wieder auch in die Nähe der inneren Planeten führen. Ursprünglich stammen sie aus Gesteinswolken, die sich außerhalb der Neptunbahn am Rande des Sonnensystems befinden. Durch gravitative Wechselwirkungen mit den Planeten können sie aus diesen Gesteinswolken in Richtung Sonne gelenkt werden.

Für Weltraumphysiker sind Kometen wertvolle Botschafter einer längst vergangenen Zeit. Wenn es ihnen gelingt, ihren Aufbau zu verstehen, können sie die Zusammenhänge verstehen, die zur Entstehung des Sonnensystems geführt haben. Die Analyse des Kometenschweifes führte im vorigen Jahrhundert zur Entdeckung des Sonnenwindes, einem Strom geladener Teilchen, die von der Sonne in den Weltraum ausgestrahlt werden. Nicht zuletzt gibt die Untersuchung chemischer Verbindungen auf Kometen wertvolle Rückschlüsse auch auf die Entstehung des Lebens auf der Erde.

2004 startete die europäische Weltraumorganisation ESA eine Mission, die den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko am 6. August 2014 erreichte, seine Bahn begleitete und ein Landemodul an der Oberfläche absetzte. Die Wissenschaftler vom Grazer Institut für Weltraumforschung waren für einzelne Instrumente der Raumsonde verantwortlich. Sie werten heute die Daten der Mission aus, die am 30. September 2016 endete.

Service

INTERVIEWPARTNER:

Prof. Wolfgang Baumjohann
Dr. Günter Kargl
Dr. Mark Bentley
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für Weltraumforschung
Schmiedlstraße 6
A-8042 Graz
IWF Graz

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