Ari Rath

APA/BKA/ANDY WENZEL

Da capo: Im Gespräch

Da capo: Im Gespräch

"Meine Heimat ist Israel und meine Sprache Hebräisch". Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Ari Rath, Journalist und Buchautor (Wiederholung vom 09. April 2015)

Im November 1938 flüchtete der 13-jährige Unternehmerssohn Ari Rath aus dem 9. Wiener Gemeindebezirk über Triest nach Palästina. Von dem Moment an sprach er mit seinem 3 Jahre älteren Bruder Meshulam nur mehr Hebräisch. Seit 2011 lebte er den Großteil des Jahres wieder in Wien.

Der Weltenbürger, einst enger Mitarbeiter von Israels erstem Ministerpräsidenten David Ben-Gurion und später enger Vertrauter des Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek, war seit den späten 1950-er Jahren Journalist der damals weltweit renommierten, englischsprachigen Tageszeitung "Jerusalem Post". 1986 änderte sich die Blattlinie - man wurde rechts - und Rath verließ die Zeitung.

Als gefragter Analyst, Vortragender und Berater stellte das Kommunikationsgenie seine diplomatischen und sprachlichen Begabungen in den Dienst Israels. Er kannte Land und Leute, Geschichte und Gegenwart, Emotionen und Reflexionen seiner Heimat. Die Regierung unter Binyamin Netanyahu kritisierte er heftig und sah sie als Gefahr für Israel.

Im Januar 2015 wurde Ari Rath, der seit 2014 in der Produktion "Die letzten Zeugen" regelmäßig auf der Bühne des Burgtheaters stand, 90 Jahre alt. Eine Woche nach seinem 92. Geburtstag starb er in der Nacht von 12. auf den 13. Jänner 2017 im Wiener AKH.

"In memoriam Ari Rath" wiederholen wir ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz 2015 mit ihm über die vielen erstaunlichen Wendungen seines Lebens geführt hat.

Service

Ari Rath, "Ari heißt Löwe. Erinnerungen", aufgezeichnet von Stefanie Oswalt, Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2012

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