Afrika-Politik: Diktatoren als Türsteher Europas

Afrikanische Staatschefs waren nach Brüssel gereist. Die EU hat Beamten ihrer Grenzschutz-Agentur Frontex nach Afrika geschickt. Sie sollen afrikanische Grenzschutzeinheiten ausbilden, um die Grenzen besser zu kontrollieren. - Gestaltung: Simone Schlindwein

Auch mit zweifelhaften Regimen lässt sich die EU ein. Zum Beispiel mit Sudans Präsident Omar al Bashir, gegen den der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl verhängt hat, oder mit Eritreas Diktator Isayas Afewerki, der UNO-Berichten zufolge Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen die eigene Bevölkerung begangen hat. Viele dieser Diktaturen sind schuld daran, dass Eritreer oder Sudanesen ihre Länder verlassen und in Europa Schutz suchen. Afrikanische Menschenrechtler warnen vor den Folgen. Beispiels weise in Niger. Seitdem der bettelarme Wüstenstaat von der EU 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt bekommen hat, ist das Transitland zum Friedhof vor den Toren Europas verkommen.

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