Kühltürme eines Kraftwerks

DPA/FEDERICO GAMBARINI

Wie Ungleichheit den Klimawandel antreibt

Eine Öko-Bilanz der Reichen
Von Tanja Malle

Was bzw. wer sind die größten Quellen für klimaschädigende Treibhausgasemissionen? Geht man nach Ländern, sind es China und die USA. Geht man nach Sektoren, sind es Kraftwerke, Land- und Forstwirtschaft sowie Verkehr. Eine dritte Antwort lautet seit kurzem: die Reichen. - Nach Berechnungen der beiden Ungleichheitsforscher Thomas Piketty und Lucas Chancel von der "École d'économie de Paris" sind die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung für rund die Hälfte der Emissionen verantwortlich.

Angesichts dieser Problematik fordern die beiden Forscher ergänzende politische Maßnahmen, um diese zehn Prozent gezielter zur Verantwortung zu ziehen. Damit ließen sich die notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel finanzieren, beispielsweise die Entwicklung dürreresistente Pflanzensamen oder der Ausbau des Hochwasserschutzes. - Die Folgen des Klimawandels werden bis 2030 zusätzliche 100 Millionen Menschen in die Armut treiben, prognostiziert die Weltbank. Und aktuelle Studien der Berkeley University zeichnen ein ähnliches Zukunftsbild: Die Klimakrise wird vor allem die ärmere Weltbevölkerung treffen.

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