Radiogeschichten

Simone Schönett über das Leben der Roma

"Andere Akkorde". Von Simone Schönett. Es liest Petra Staduan. Gestaltung: Michaela Monschein

"Womöglich liegt es an der Hafenluft, an dem beständigen Ankommen und Auslaufen draußen. Oder am Bier. Hier am Tisch werden die Gedanken immer schneller, die Sätze werden einander zugeworfen wie Taue, an denen sie langsam hochklettern."

Hamburg 2008. In einer Hafenkneipe spinnt eine Handvoll Roma-Aktivisten Seemannsgarn. Vier Jahre später. Ein Attentat. Und wieder einmal sollen es die eigenen Leute gewesen sein, die die junge Romni und ihr Baby ermordet haben: eine Fehde, natürlich, das kennt man doch von denen!

Allen, die wissen, dass das nicht wahr sein kann, wird nun klar: Sie müssen endlich etwas tun, etwas wagen, etwas großes, die Kumpania neu beleben. Zusammenstehen, aus der Unsichtbarkeit herauskommen und sich auf den Weg machen, aus ganz Europa nach Brüssel, zu einem gewaltigen, friedlichen Fest ..."Was wäre, wenn?" Diese Frage treibt Simone Schönetts neuen Roman voran, in dem es um Europa und seine größte ethnische Minderheit, die Roma, geht.

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Simone Schönett, Andere Akkorde. Edition Meerauge, Verlag Johannes Heyn, 2018

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