Bienen und die Zukunft der Parks

Ausstellung "Der Bien"
Exkursion nach Favoriten

Ausstellung "Der Bien"

Die wichtigen Dinge ihres Lebens sind für die Künstlerin Gertrude Moser-Wagner grenzüberschreitend. "Der Bien" heißt ihr jüngstes Projekt, das sie heute Abend zusammen mit ihrer Kollegin Petra Ganglbauer im "Salon" in der Wiener Praterstraße vorstellt. In Ausstellungen, einer Filmvorführung und in philosophischen Vorträgen will Moser-Wagner auf die Gefährdung des summenden Volks hinweisen und sich dabei den Bienen auf die vielfältigste Weise annähern. Auch eine Bienenfachärztin wird über ihre Arbeit erzählen. Anita Winkler hat nach 20-jähriger Praxis als herkömmliche Tierärztin eine Spezialausbildung absolviert, seitdem berät sie Imker bei der Bienenpflege und kümmert sich auch sonst rund um die Uhr um das Wohl der Tierchen.

Mitte Juli findet das Projekt "Der Bien" eine Fortsetzung im ländlichen Gebiet: In einer aufgelassenen Volksschule im steirischen St. Georgen am Kreischberg wird musiziert; örtliche Imker präsentieren ihre Produkte; die Künstlergruppe Osmosi bespielt den Raum, eine Soziologin spricht über Parallelen in der menschlichen Gesellschaft und der Bienenwelt. Und der Philosoph Klaus Neundlinger wird das Werk von Gertrude Moser Wagner erklären. Der Bien - das ist ein Ausdruck, den schon der Schriftsteller Gerhard Roth in seinem Fernsehfilm 1990 verwendete. Dieser wird im Rahmen des Projekts übrigens ebenfalls gezeigt. Der Bien bezeichnet den Schwarm in seiner Gesamtheit, und in gewisser Weise könnte man ihn ebenfalls als eine Art soziale Plastik bezeichnen. Gertrude Moser-Wagner ist eine Art Universalkünstlerin, die stets Bezug auf globale Geschehnisse nimmt. Doch ob die Welt angesichts des Bienen- und allgemeinen Artensterbens noch in der bekannten Form weiter bestehen kann, ist fraglich, so Klaus Neundlinger und Gertrude Moser-Wagner.- Gestaltung: Christa Eder


Exkursion nach Favoriten

Welche Bedeutung der öffentliche Freiraum, also Parks und Plätze, in einer Stadt haben, das ist das Thema der Konferenz "Park Politics", die diese Woche an der Universität für Bodenkultur in Wien stattfindet. Im Rahmen dieser Konferenz bietet der Landschaftsarchitekt Hannes Gröblacher am kommenden Samstag die Exkursion "To the end of a workers district" an. Sie führt durch die Geschichte und Gegenwart Favoritens. Die Nutzung von Parks etwa ist ein Thema, an dem sich gesellschaftliche Veränderungen gut beobachten lassen.- Gestaltung:Hanna Ronzheimer






Service

"Der Bien - Ein Annäherung in Kunst, Literatur, Wissenschaft", Ausstellung im Salon, 1020 Wien, Praterstraße 17, Hofatelier/rechts, Beginn 19 Uhr
Veranstalter: Institut für Interaktive Raumprojekte
Gertrude Moser-Wagner
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