Brigitte Schwens-Harrant zum 200. Geburtstag von Emily Brontë

"Nicht feige ist meine Seele" - Zum 200. Geburtstag von Emily Brontë. Die Germanistin, Theologin und Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche" folgt den Spuren der faszinierenden Schriftstellerin aus dem viktorianischen England. - Gestaltung: Alexandra Mantler

Ein Pfarrhaus im Hochmoor von Yorkshire, fern von den großen kulturellen Zentren des 19. Jahrhunderts. Die Mutter und zwei Schwestern sind früh gestorben. Der Vater, Geistlicher der Church of England, diskutiert mit den drei Töchtern und dem Sohn Parlamentsdebatten. Seine Bibliothek steht den Kindern zur Verfügung. Die lesen und lesen und schreiben bald schon eigene Geschichten, erfinden Helden und utopische Länder.

Später veröffentlichen Charlotte, Anne und Emily ihre literarischen Werke unter männlichen Pseudonymen und sorgen für Gesprächsstoff. Vor allem Emily, die vor 200 Jahren, am 30. Juli geboren wurde. Einen Roman kann sie kurz vor ihrem frühen Tod 1848 fertigstellen, "Sturmhöhe" wird Weltliteratur werden. Emily Brontë hat darin einen der bösesten Bösewichte der Literaturgeschichte geschaffen. Und sie hat Frauenleben im 19. Jahrhundert mit einer Schonungslosigkeit erzählt, die nicht nur im puritanischen viktorianischen England verstörte, sondern auch heute noch aufhorchen lässt.

"Nicht feige ist meine Seele, sie zittert nicht in der sturmzerzausten Welt": Christliche Lyrikerin nannte man Emily Brontë auch, Häretikerin, Unruhestifterin, Mystikerin. Brigitte Schwens-Harrant folgt in den "Gedanken für den Tag" eine Woche lang den Spuren dieser faszinierenden Schriftstellerin.

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