Alte Musik - neu interpretiert

"Julo Ascanio, Re d'Alba" bei den Steirischen Festspielen

präsentiert von Gerhard Hafner. Der steirische Barockkomponist Johann Joseph Fux bei der "styriarte" 2018

Vor 310 Jahren, 19. März 1708. Anlässlich des Namenstages von Kaiser Joseph I. wird am Wiener Kaiserhof die Serenata "Julo Ascanio, Re d'Alba" von Johann Joseph Fux aus der Taufe gehoben. Die frei erfundene, in Italien spielende, Handlung besteht aus 15 Arien mit kurzen, spannungsreichen Rezitativen dargeboten von fünf Sängern.

Julo Ascanio, Sohn des Aeneas, erobert die unweit von Rom gelegene Stadt Alba und verliebt sich ausgerechnet in Emilia, die Schwester des Fürsten, den Ascanio gerade geschlagen hat. Alle sind verzweifelt weil Emilia den neuen Herren der Stadt partout nicht erhören will. Dieses Problem wird musikalisch auf wienerische Art gelöst; der Bruder und die Mutter von Emilia sprechen ein Machtwort.

Am Ende nimmt Emilia, Julo Ascanio, den Sohn des Aeneas, zum Mann. Diese erste erhaltene Oper des gebürtigen steirischen Barockkomponisten Johann Joseph Fux, war drei Mal im Rahmen der heurigen "styriarte", den steirischen Festspielen, zu sehen.

Das aus Italien stammende auf Originalinstrumenten musizierende "Ensemble Zefiro" agierte dabei - unter seinem Gründer und Leiter Alfredo Bernardini - als Opernorchester, den Titelhelden Julo Ascanio, verkörperte der deutsche Countertenor Kai Wessel.

Sendereihe

Gestaltung

  • Gerhard Hafner