Michou Friesz

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Michou Friesz liest New Yorker Geschichten von Lily Brett

"Psycho-Putz" und andere Geschichten aus New York von Lily Brett (aus dem Englischen von Melanie Walz). Es liest Michou Friesz. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Stefanie Zussner

Wer Lily Brett kennt, weiß, dass ihre Geschichten untrennbar mit New York verbunden sind: Manhattan und Brooklyn sind die Orte, an denen Bretts Geschichten spielen, wo sie ihre Begegnungen macht und ihre Erlebnisse hat, die sie mit ihren Leser/innen teilt. Seit ihrem ersten Kolumnenband, erschienen 2000, sind die New-York-Texte der australisch-amerikanischen Schriftstellerin Klassiker. Auch in den Geschichten "Psycho-Putz", "Wörterbücher" und "Weich" erzählt sie von sich selbst und ihren kleinen Neurosen, von ihrer jüdischen Familie und den vielen Eigenheiten dieser Stadt, die sie auch heute noch fasziniert.

Lily Brett wurde 1946 in einem bayerischen Lager für Displaced Persons geboren. Ihre Eltern hatten im Ghetto von Lodz geheiratet und, getrennt voneinander, das Vernichtungslager Auschwitz überlebt. 1948 wanderte die Familie nach Australien aus. Mit 19 Jahren begann Lily Brett für ein australisches Rockmusikmagazin zu schreiben. 1989 zog sie mit ihrem Ehemann, dem Maler David Rankin, nach New York City, wo sie seither lebt.

Lily Brett ist Autorin zahlreicher Romane - u. a. "Chuzpe", "Lola Bensky" - sie veröffentlichte sieben Gedichtbände und vier Bände mit Essays und Kolumnen. Eine Auswahl aus ihrem gesamten lyrischen Werk ist unter dem Titel "Wenn wir bleiben könnten" 2014 in deutscher Übertragung erschienen.

Service

Lily Brett, "Immer noch New York", Suhrkamp Verlag, 2014

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