Ein junger Mann will am 10. November 1938 in Berlin mit einem Besen zerbrochene Scheiben zusammenkehren.

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Die Nachkommen der Shoah-Überlebenden

"Ein dunkler Schatten ohne Name". Wie sich ererbte Traumen auf die zweite Generation auswirken geht "Logos" 80 Jahre nach den Novemberpogromen 1938 nach. - Gestaltung: Brigitte Krautgartner

Als Kinder haben sie ganz eigene Erfahrungen gemacht: Es gab keine Verwandten. Während alle anderen Großeltern hatten, Onkel und Tanten, gab es für sie nur Mutter und Vater, vielleicht Geschwister. Und auch die Eltern verhielten sich oft eigenartig: Sie wirkten irgendwie abwesend oder hatten panische Angst, es könnte ein Unglück geschehen. Manche sprachen immer nur von früher - andere benahmen sich, als gäbe es genau das nicht, ein Früher, eine Vergangenheit.

Und so entdeckten viele erst als Jugendliche, dass ihre Eltern den Horror der Shoah erlebt hatten. Und dass diese Erfahrungen von Verfolgung, Sadismus und allgegenwärtigem Sterben auch auf sie selbst, die zweite Generation, ihre Auswirkungen hatten.
Wie diese aussehen, wie dieses ererbte Trauma aufgearbeitet werden kann, ob Religion dabei hilfreich ist - Fragen wie diesen geht die Reihe Logos 80 Jahre nach den Novemberpogromen 1938 nach.

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