Haus der europäischen Geschichte, Ausstellungsansicht

EP/EUROPEAN UNION 2017

Europa: Was bindet den Kontinent zusammen?

Von der Schwierigkeit, die Geschichte eines ganzen Kontinents in einem gemeinsamen Museum auszustellen
Gestaltung: Irene Suchy

In einem knappen halben Jahr finden in 27 Ländern die Wahlen zum EU-Parlament statt: Große Parteien wie die Europäische Volkspartei, die Europäischen Sozialdemokraten, die Grünen oder die Liberalen, stellen dabei länderübergreifende Spitzenkandidaten und -kandidatinnen auf. Länderübergreifende Listen, also eine echte europäische Abstimmung über die Grenzen hinweg, wird es aber wieder nicht geben.
In Zeiten eines wieder erstarkenden Nationalismus mag die Idee einer gemeinsamen europäischen Identität vielen Menschen fremd sein. Eine Institution, die diese jedoch zu fördern versucht, ist das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel. Angeregt vom Europäischen Parlament, öffnete es im Mai 2017 seine Pforten. Historiker und Kuratorinnen aus verschiedenen EU-Ländern haben daran gearbeitet, eine europäische Erzählung, ein Narrativ zu entwickeln, das sich gemeinsam darstellen lässt - in 24 Sprachen und aus der Sicht von 28 beziehungsweise nach dem Brexit nur mehr 27 Ländern. Die Dauerausstellung ist weniger Lehrpfad als Speicher des europäischen Gedächtnisses und Anregung zur Standortbestimmung für ein europäisches Publikum.

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