Marcus Fischer über verschobene Wahrnehmungen

"Wildblumeninsel" und "Marmeladenland". Von Marcus Fischer. Es liest: Michael Dangl. Redaktion: Edith-Ulla Gasser

"Schreiben ist für mich ein Zustand des Flüssigwerdens, ein Abtauchen, ein Schweben". Sagt der Autor Marcus Fischer, Wiener des Jahrgangs 1965, hauptberuflich als Schreibtrainer und in der Werbung tätig.
"In meiner Jugend und während des Germanistik- und Hispanistik-Studiums habe ich viel geschrieben", erzählt Marcus Fischer, "allerdings nur für mich und die Schublade. Nach 2013, ich war gerade 49, wollte ich es noch einmal wissen. Und begann nicht nur intensiv zu schreiben, sondern erstmals auch nach Möglichkeiten zu suchen, die Texte zu veröffentlichen".

Berufliches und privates Schreiben trennt Marcus Fischer sehr streng. Als Werbetexter weiß er, dass man jedes ernste oder traurige Bild auch umdeuten kann zu einem kitschig-schönen. Und: dass das Publikum nur allzu bereit zu klischeehaften Deutungen ist. Als Autor hebt Marcus Fischer diese Erkenntnis auf eine literarische Ebene.

Service

Marcus Fischer, "Wildblumeninsel" und "Marmeladenland", Manuskripte, 2018

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