Alte Aufnahme von zwei Männern in Uniform beziehungsweise Tracht in einem offenen Wagen

AP

Doppelt verfolgt: Südtiroler Juden zwischen Faschismus und Nationalsozialismus

Die jüdische Gemeinde in Südtirol einst und jetzt
Gestaltung: Mathilde Schwabeneder

Schon im Mittelalter hatten sich Juden in Südtirol niedergelassen. Ihre Blütezeit erreichte die Gemeinde in den letzten Jahrzehnten der Habsburgermonarchie. So trugen jüdische Ärzte ganz wesentlich zum Erfolg der Kurstadt Meran bei und verhalfen ihr zu internationalem Ruhm.
Die faschistischen Rassengesetze 1938 und der Einmarsch der Nationalsozialisten im September 1943 setzen jedoch ein brutales Ende. Jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen wurden denunziert, vertrieben, deportiert. Heute zählt die jüdische Gemeinde in Meran wieder rund 50 Mitglieder. Die Aufarbeitung ist jedoch noch lange nicht zu Ende. "Es war ein Tabuthema, von dem man nicht einmal erkannt hatte, dass es ein Tabu ist", sagt Peter Langer, Sohn von Überlebenden. Vieles bleibt in Südtirol noch zu tun.

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