Claudio Magris

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Claudio Magris

"Die Epik des Wassers". Claudio Magris zum 80. Geburtstag

"Schnappschüsse" - so heißt ein neues Buch von Claudio Magris, das zu seinem 80. Geburtstag am 10. April erscheint. Das Buch beschreibt auch Szenen aus dem Leben in seiner Heimatstadt Triest.
Claudio Magris, 1939 in Triest geboren, lebt und arbeitet nach wie vor in seiner Heimatstadt. Sein Werk sei eine einzige "Epik des Wassers", schrieb die italienische Literaturwissenschafterin Ernestina Pellegrini in ihrer Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller, Essayisten und Kolumnisten.

Magris studierte in Turin Germanistik, hat als Ordinarius an den Universitäten in Turin und Triest gelehrt.
Sein Buch "Danubio" (Donau) - eine literarische Reise auf der Donau von der Quelle bis zur Mündung - gehört zu seinen bekanntesten Büchern. Immer wieder meldet er sich mit Kommentaren zum Zeitgeschehen in der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zu Wort, und wurde zu einer Symbolfigur des oft missverstandenen Begriffs von "Mitteleuropa".

Seine mit 24 Jahren veröffentlichte Dissertation über den "Habsburger Mythos in der österreichischen Literatur" ist eine kritische Hommage an die Literatur der zerfallenden Donaumonarchie. Er ist ein exzellenter Kenner der europäischen Kulturgeschichte.
Claudio Magris hat auch Joseph Roth und Elias Canetti ins Italienische übersetzt. Das vielsprachige und ethnisch durchmischte Triest ist für Magris eine Chiffre für Europa.

Gestaltung: Petra Herczeg und Rainer Rosenberg

Sendereihe

Gestaltung

Playlist

Komponist/Komponistin: Giuseppe Verdi
Titel: Vorspiel zum 1. Akt von La traviata/ La Traviata - Preludio (Atto I) (tw. unterlegt)
Leitung: Giuseppe Sinopoli
Orchester: Wiener Philharmoniker
Länge: 04:25 min
Label: Philips 411 469-2

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