Wolodymyr Selenskyj

APA/HERWIG HÖLLER

Der neue Präsident der Ukraine

Ukraine: Welchen Spielraum hat der neue Präsident? +++ Spanien: Das Ende des Zweiparteiensystems +++ Bulgarien: Korruption überschattet den EU-Wahlkampf +++ Tschechien: Computersicherheit made in Prag +++
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Ukraine: Welchen Spielraum hat der neue Präsident?
Seit der Unabhängigkeit der Ukraine ist kein Politiker mit so großem Vorsprung Präsident geworden wie Wolodymyr Selenskyj. Er gewann die Wahl am Sonntag mit 73 Prozent der abgegebenen Stimmen. Doch wofür Selenskyj steht, ist weitgehend unklar. Im Wahlkampf hat der Schauspieler, Fernseh-Komiker und Unternehmer fast keine inhaltlichen Ankündigungen gemacht. Offen ist auch, ob es ihm gelingen kann, bei der Parlamentswahl im Herbst eine Mehrheit für sich und seine Politik zu erreichen. Welche Möglichkeiten der neue Präsident hat, analysiert im Interview Volker Weichsel von der Zeitschrift "Osteuropa".

Spanien: Das Ende des Zweiparteiensystems
In einer rauen Kampagne für die Parlamentswahl am kommenden Sonntag wurden die Gräben zwischen den Parteien in Spanien deutlich. Mit dem Ende des Zweiparteiensystems ist es für Sozialisten und Volkspartei unmöglich, alleine eine absolute Mehrheit im Parlament zu erreichen. Der amtierende Ministerpräsident gilt als Favorit, aber der Sozialdemokrat wird sich schwer tun, einen Koalitionspartner zu finden und weiter zu regieren. Pedro Sánchez stellt die Wähler vor die Alternative: Ihn zu wählen oder im Fall einer konservativen Mehrheit die Rücknahme sozialer Errungenschaften zu riskieren. Die Ausgangslage vor dem Urnengang und die Aussichten für die Regierungsbildung fasst Josef Manola zusammen.

Bulgarien: Korruption überschattet den EU-Wahlkampf
Statt mit europäischen Themen wie Migration oder Klimawandel ist Bulgarien im EU-Wahlkampf mit einem Korruptionsskandal beschäftigt. Das sogenannte "Apartment-Gate" hat den Nerv der Gesellschaft getroffen und vor allem der regierenden Partei GERB schwer geschadet. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf Rennen mit der oppositionellen Sozialistischen Partei voraus. Das Misstrauen gegenüber den Eliten schafft dagegen mehr Chancen für die rechten Parteien vom "Patriotischen Block". Doch für Euroskeptizismus im EU-Parlament werden auch die bulgarischen Sozialisten sorgen. Die zunehmende Fremdenfeindlichkeit und Homophobie in Bulgarien ist nicht zuletzt auf die Politik der BSP zurückzuführen, berichtet Diljana Lambreva.

Tschechien: Computersicherheit made in Prag
Wer sich vor Hackern schützen will, benützt dafür immer öfter auf Produkte aus Tschechien. Von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt ist Prag zum Zentrum für Cybersicherheit geworden, im Bereich der Anti-Viren-Software gehören tschechische Unternehmen zu den Weltmarktführern. Die Firmen AVG und Avast sind hier gegründet worden, sie beschäftigen heute überall auf der Welt tausende Mitarbeiter. Wie es Unternehmen aus Tschechien gelungen ist, zur Weltspitze aufzuschließen, hat Kilian Kirchgessner recherchiert.

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