Störche

APA/ROBERT JÄGER

Wenn Störche reisen

Zugvögel und der Klimawandel (1). Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Die Marchegger warten zwischen März und April jedes Jahr gespannt, wie viele Störche diesmal aus ihrem Winterquartier in Afrika auf ihre Dächer zurückkommen. Weißstörche nisten jahrelang auf demselben Horst. Viele kommen neuerdings gar nicht aus Afrika. Sie sind auf halber Wegstrecke hängengeblieben und haben in Spanien oder Portugal auf einem Mistplatz überwintert.

Wie verhalten sie sich auf ihrer Reise? Was weiß man über ihr Sozialverhalten, wie fressen sie? Die Reise ist für die Tiere gefährlich - viele verenden in ungesicherten Strommasten, verdursten in Dürreregionen oder werden in Afrika von Jägern erlegt. In den 1970er Jahren fürchtete man, der Weißstorch könnte aussterben. Wie steht es heute um den Bestand? Der Storchenverein Rust tut alles, damit sich die Tiere gut entwickeln können. Er betreut Wiesen, die als Futterplätze dienen können.

Doch wie sehr setzt der Klimawandel den Zugvögeln zu? Oder sind es andere Feinde, die ihn/die Störche bedrohen? Pestizide zerstören die Nahrungsgrundlage der Störche, kritisiert der Biologe Holger Schulz, der seit mehr als 30 Jahren Weißstörche begleitet und jetzt das Buch "Boten des Wandels" (Rowohlt Polaris Verlag) über sein Leben mit den Störchen herausgebracht hat. Er meint, dass uns die Störche viel über den Zustand des Planeten erzählen können. Eine Sendung von Ulrike Schmitzer über den beeindruckenden Vogel, der nicht nur bei uns als Glückssymbol gilt.

Service

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Storchenhaus Marchegg:
https://www.wwf.at/de/storchenhaus/

Buchtipp:
Holger Schulz: Boten des Wandels. Den Störchen auf der Spur. Rowohlt Polaris 2019

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