Ein Kind sitzt alleine auf einem Zaun vor einem Gemeindebau

DPA/PATRICK PLEUL

Erwachsen werden ohne Netz

Ausziehen müssen mit 18
Wie Jugendliche in Sozialeinrichtungen die Volljährigkeit erleben

Über 13.000 Kinder und Jugendliche sind im Rahmen der von Jugendämtern angeordneten "Vollen Erziehung" in Kinderdörfern und Wohngemeinschaften untergebracht. Die Gründe sind etwa elterliche Vernachlässigung oder häusliche Gewalt. Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres endet die Zuständigkeit des Jugendamtes. Während im Durchschnitt Kinder mit rund 25 Jahren von Zuhause ausziehen, können betreute Kinder bis maximal 21 in den Gemeinschaften wohnen bleiben - Anspruch darauf gibt es nicht. Initiativen wie das "Care Leaver Mentoring" vermitteln diesen ins Leben geworfenen Jugendlichen erwachsene Bezugspersonen. Über das Erwachsen-Werden ohne Netz.

Gestaltung: Johannes Pucher


Rätsel des Alltags: Warum Fenster beim Putzen unter Sonne Schlieren bekommen

Gestaltung: Lukas Tremetsberger

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