Teilchenbeschleuniger im CERN in Genf

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Kollision ins Blaue

Die Sinnkrise der Teilchenphysik.
Von Frank Grotelüschen

2012 erlebte die Teilchenphysik einen ihrer größten Triumphe: Die Entdeckung des Higgs-Bosons im LHC-Teilchenbeschleuniger in Genf. Damit war das Standardmodell der Teilchenphysik zwar komplett und ein weiterer Nobelpreis vergeben. Aber es blieben fundamentale und unangenehme Fragen: Etwa, woraus besteht die Dunkle Materie? Oder, warum ist die gesamte Antimaterie nach dem Urknall verschwunden? - Also muss die Suche nach weiteren Teilchen weitergehen.

Theorien, die neue Teilchen vorhersagen, gibt es, beispielsweise SUSY, die Theorie der supersymmetrischen Teilchen. Bloß ließen sich bisher keine neuen Teilchen nachweisen. Eine handfeste Krise. Die wird sich mit noch leistungsstärkeren Beschleunigern überwinden lassen, hoffen die einen. Aber nur, wenn man sich endlich von Theorien löst, die sich nicht beweisen lassen, ergänzen die anderen, und eine neue Physik macht.

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