Wiener Neustadt Neukloster

STADT WIENER NEUSTADT/WELLER

Die Stadt auf dem Reißbrett

Zur Geschichte von Wiener Neustadt. Mit Gerhard Wasshuber, Publizist, Lehrbeauftragter für Drucktechnik an der Technischen Universität Graz.
Gestaltung: Robert Weichinger

Das Lösegeld für die Freisetzung von Richard Löwenherz verwendete der Babenberger Leopold V. auch zur Gründung von Wiener Neustadt. Die "Neue Stadt" wurde aus strategischen Gründen angelegt. Sie sollte die Ebene vor dem Semmering und dem Wechsel schützen und als Stützpunkt für Reisende auf dem Weg nach Venedig fungieren. In der Babenbergerzeit entstand eine große Burganlage, die spätere Militärakademie.

Als Kaiserresidenz unter dem Habsburger Friedrich III. stieg die Neustadt im 15. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum des Heiligen Römischen Reiches auf. In der Neustädter Burg wurde Friedrichs Sohn, der spätere Kaiser Maximilian I., geboren, in Wiener Neustadt liegt Maximilian auch begraben. Mit seinem Tod verliert in der Neuzeit die Stadt ihre Stellung als Residenz. Zu den Schätzen, die sich im Stift Neukloster befinden, gehört das Hauptwerk des Regensburger Apothekers Johannes Wilhelm Weinmann. Es handelt sich um drucktechnische Kostbarkeiten von handkolorierten Kupferstichtafeln mit Pflanzendarstellungen aus der Barockzeit.

Von großer Bedeutung für die Stadt erwies sich Maria Theresias Entscheidung, in der kaiserlichen Burg eine Militärakademie zu gründen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Wiener Neustadt beinahe vollständig zerstört. Der Grund: Die Nationalsozialisten hatten in Wiener Neustadt eine Konzentration von kriegswichtiger Industrie betrieben.

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