Die klangpoetische Ausstellung "La Voix Liberée. Poésie Sonore" im Palais du Tokyo.

Die Fondazione Bonotto hat für das Palais du Tokyo die Ausstellung "La Voix Liberée. Poésie sonore" zusammengestellt. Die Ausstellung läuft von 21. März bis 12. Mai 2019. Einige der klangpoetischen Arbeiten sind in Radiokunst - Kunstradio zu hören.

Im 20. Jahrhundert wurde die phonetische und später auch die Klangpoesie immer wieder als Akt der Emanzipation gesehen, sozusagen als Speerspitze der Avantgarden für ihren Kampf gegen Systeme, Überzeugungen und Dogmen.

Was bleibt heute noch von diesen heldenhaften Kämpfen? Mythen und Legenden.

Die Zeiten haben sich jedoch geändert, ebenso wie ihre Kämpfer und Kämpferinnen.
Die Utopien sehen nicht mehr gleich aus.

Neue Technologien sind nun in den Raum der Sprache eingedrungen, sowohl zum Vor- als auch zum Nachteil.

Aber die Klangpoesie entwickelt sich mit der Zeit.

Die Ausstellung "La Voix Libérée. Poésie Sonore" bietet einen Weg, frei von Nostalgie, zwischen den Stimmen der Vergangenheit und denen der Gegenwart unter anderem von Jaap Blonk, Henri Chopin, Robert Filliou, Ilse Garnier, Zuzana Husarova oder Ernst Jandl zu erforschen. Die Poesie erlaubt es uns immer noch, den Menschen in den Mittelpunkt des Lebens und der Kunst zu stellen.

Als Ergebnis der mehr als einjährigen Forschungsdauer wurde die Ausstellung einem technischen Gerät gleich konzipiert, das die Klangpoesie vom Ende des zweiten Weltkrieges bis hin zu gegenwärtigen Entwicklungen durchdringt und darzustellen versucht. Und nicht nur die Möglichkeit zum vor Ort hören gibt, sondern auch über das Palais du Tokyo hinaus sendet. Wie auch im Ö1 Kunstradio.

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