Rote und grüne Paprika

AP/LARRY MACDOUGAL

Lebensmittelampel +++ Frauen mit Bart und Brusthaaren

1. Grün, gelb oder rot - Gesund einkaufen mit der Lebensmittelampel

Falsche Ernährung wirkt sich langfristig aus. Am häufigsten in Form von Diabetes, bedingt durch Fettleibigkeit und Übergewicht. Hinzu kommen Bluthochdruck oder Stoffwechselstörungen. Besonders betroffen vom Übergewicht sind statistisch eher sozio-ökonomisch schlechter gestellte Personen und Menschen mit einem geringeren Bildungsstandard. Auch wer mehrere Jobs hat, greift öfter auf Fast Food zurück und macht sich über den Nährwert der Lebensmittel nur wenig Gedanken. Eine farbliche Kennzeichnung auf der Vorderseite von Lebensmitteln à la Lebensmittelampel oder Nutri-Score könnte helfen. Seit Jahren wird das Thema heftig diskutiert. Dabei geht es gar nicht darum, Zucker und Fett grundsätzlich zu verteufeln, sondern um eine einfache und klare Information, die Orientierung ermöglicht, ob ich - vereinfacht gesagt - gesund oder ungesund einkaufe.
Margit Atzler hat sich bestehende Beispiele aus Großbritannien und Frankreich angesehen und ging der Frage nach, warum ein ähnliches System in Österreich bisher noch immer nicht umgesetzt wurde.

2. Hirsutismus - Wenn Frauen ein Bart wächst

Fünf bis zehn Prozent aller Frauen sind von übermäßigem Haarwuchs - dem so genannten Hirsutismus betroffen. Der Ausdruck stammt vom lateinisches "hirsutus", das haarig bedeutet. Bei den Frauen wachsen in unterschiedlicher Ausprägung Haare auch dort, wo sie sonst nur bei Männern anzutreffen sind, nämlich im Gesicht, auf der Brust, an Armen und Beinen und am Rücken. Und zwar nicht in der feinen Form, wie sie auch wir Frauen kennen, sondern umgewandelt in festes, oft dunkleres Terminalhaar. 90 Prozent aller Fälle von Hirsutismus sind idiopathisch, dahinter steckt also keine ursächliche Krankheit. Diese Form des verstärkten Haarwuchses ist genetisch bedingt und kommt gehäuft bei Frauen südländischen Typs vor. Bei den pathologischen Hirsutismus-Formen spielen Androgene, also männliche Sexualhormone eine große Rolle. Die häufigste Ursache für die hormonelle Störung ist ein so genanntes polyzystisches Ovar. Dabei reifen Eizellen in Follikeln heran, der Eisprung findet aber nicht statt. In der Folge vergrößern sich diese Follikel zystenartig. Und: Diese Zysten bilden Androgene, die an den Androgen-sensiblen Stellen der Haut vermehrt die Haare wachsen lassen. Zum unerwünschten Haare spriessen kann es auch in den Wechseljahren kommen.

Moderation: Mag.a Nora Kirchschlager
Redaktion: Dr. Christoph Leprich

Service

1. Kennzeichnung von Lebensmitteln:

Interviewpartner/innen:

Prim. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Hoppichler
Birgit Beck, Verein für Konsumenteninformation (VKI)

Links:

Detaillierte Informationen zum Nutri-Score
Ernährungsbox der Österreichische Diabetes Gesellschaft
APP Meine Lebensmittelampel
SIPCAN - Initiative für ein gesundes Leben
Verein für Konsumenteninformation

2. Hirsutismus:

Interviewpartnerinnen:

Dr. Doris Maria Gruber, Gynäkologin
Dr. Brigitte Klein, Dermatologin

Infos:

Hirsutismus interdisziplinär behandeln
Überblicksartikel
PCO-Syndrom
Polyzystisches Ovar - Infos von Dr. Gruber

Sendereihe