Schon gehört?

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Die Ö1 Club-Sendung
1. Haydn-Tage Schloss Rohrau
2. Festival der Regionen
3. Ausstellung im Leopold Museum Wien

-Die Haydn-Tagen Schloss Rohrau finden heuer am 29. und 30. Juni statt und widmen sich ausschließlich dem Schaffen der beiden in Rohrau geborenen Brüder Joseph und Michael Haydn: Am Samstag interpretiert das Trio Kiréi mit dem Tenor Jan Petryka Klaviertrios und Schottische Lieder von Joseph Haydn im neuen Konzertsaal des Haydn-Geburtshauses. Die Louis Spohr-Sinfonietta unter der Leitung von Lore Schrettner bietet einen Einblick in die große Kammermusik der Brüder Haydn im Clarissasaal des ehemaligen Ballhauses. Am Sonntag erklingen in der Matinee im Haydn-Geburtshaus Streichtrios und Schottische Lieder, dargebracht vom IMK Streichtrio, der Pianistin Marija Radusin-Todorovski und der Sopranistin Katrin Targo. Das Abschlusskonzert gestaltet das Concilium musicum Wien, und an beiden Tagen spielt Richard Fuller um 10 Uhr Vormittag das historische Piano-Forte im Haydn-Geburtshaus. Abseits der Konzertvorführungen kann man im Rahmen der Haydn-Tage einen Spaziergang durch die Gemäldegalerie und den Schlosspark machen.

-"Soziale Wärme" lautet das Motto des Festivals der Regionen, das sich vom 28. Juni bis zum 7. Juli in der Region Perg-Strudengau der zeitgenössischen Kunst und Kultur widmet. Seit 1993 findet die Programmreihe alle zwei Jahre außerhalb der städtischen Ballungsräume in Oberösterreich statt und nimmt aktuelle und zugleich zeitlose Themen unter die Lupe, darunter Heimat, Arbeit, Asyl, Feindschaft, Migration, Ausgrenzung. Das Festivalmotto dient als Kontrapunkt zur vielzitierten "sozialen Kälte". Die Region Perg-Strudengau im Mühlviertel vereint eine Vielzahl unterschiedlicher Landschaften und Lebensräume. Den Alltag dort prägen die Bewahrung natürlicher Ressourcen, die Pflege regionaler Identität und die gleichzeitige Offenheit für "Zuagroaste". Mit der aus den drei Gemeinden Mauthausen-Gusen-St. Georgen bestehenden "Bewusstseinsregion" setzt sich die Gegend außerdem kritisch mit einer Zeit auseinander, die zur dunkelsten der österreichischen Geschichte gehört.

-Die Ausstellung "Oskar Kokoschka: Expressionist, Migrant, Europäer" ist noch bis zum 8. Juli im Leopold Museum Wien zu sehen. Dem einst als "Oberwildling" bezeichneten Oskar Kokoschka wird eine umfassende Retrospektive mit mehr als 250 Exponaten gewidmet, darunter Schlüsselwerke aus internationalen Sammlungen und bisher nur selten oder gar nicht gezeigte Arbeiten. Kokoschka wird zugleich als radikaler Erneuerer und als Multitalent gezeigt. Er überwand den vorherrschenden Jugendstil seiner Zeit und wurde zu einem zentralen Wegbereiter des Expressionismus. Ab 1908 trat er als Maler, Grafiker, Poet und Dramatiker in Erscheinung und provozierte die Kunstwelt. Vom nationalsozialistischen Regime als "entarteter Künstler" diffamiert, setzte er sich sein Leben lang für Humanismus und Pazifismus ein. Die politischen Wirren des 20. Jahrhunderts machten aus ihm einen Migranten mit Stationen in Wien, Dresden, Prag, London, bis er sich schließlich im Schweizer Villeneuve niederließ.

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