Schloss Vaduz

APA/ARNO BALZARINI/KEYSTONE

Fürsten, Feldherren und Mäzene

Das Haus Liechtenstein. Mit Gerald Schöpfer, emeritierter Professor am Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz.
Gestaltung: Isabelle Engels

Die Familie Liechtenstein zählt zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern Mitteleuropas. Um ihren Ursprung ranken sich viele Legenden, einige Genealogen bemühten sich sogar, eine Ahnenkette bis in das alte Rom zu knüpfen. Doch greifbare historische Belege gibt es erst seit dem 12. Jahrhundert.

Für das Haus Liechtenstein spielten Kriege und eine kluge Schaukelpolitik eine ganz entscheidende Rolle. Durch viele Generationen hindurch erbrachten die Liechtensteins für das Reich der Habsburger wichtige Dienste. Aus dem Haus Liechtenstein gingen im Laufe der Geschichte viele Feldherren, Politiker und Diplomaten hervor, aber auch Kunstmäzene, Kulturförderer, Abenteurer und Revolutionäre. Starke unternehmerische Begabung lag in der Familie und so verstand man es stets, die Besitztümer für die nachfolgenden Generationen zielstrebig zu vermehren - insbesondere in Böhmen, Mähren und Österreich.

Ein Grunderwerb sollte besonders bedeutsam werden - jener der Grafschaft Vaduz im Jahr 1712 durch Hans Adam von Liechtenstein. Das Fürstentum war einst Teil des Heiligen Römischen Reichs, seine Unabhängigkeit erhielt es 1806. Lange Zeit hindurch spielte das ländlich geprägte Vaduz keine bedeutende Rolle. Erst 1938 wurde es zum ständigen Hauptsitz des Fürstenhauses. Liechtenstein blieb im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg neutral und hat sich seine Unabhängigkeit und den souveränen Status bis zum heutigen Tag bewahrt.

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