Ein Arbeiter erntet Grünkohl

DPA/HOLGER HOLLEMANN

Bei Sonne und Regen auf dem Feld

Krautköpfe abschneiden für 6 Euro pro Stunde. Über die Arbeit der Erntehelfer

Unkraut mit der Hacke entfernen, Radieschen mit Gummiringen für den Verkauf zusammenbinden, Krautköpfe mit dem Messer abschneiden: die Arbeit auf dem Feld - bei jedem Wetter - ist anstrengend, der Lohn mit circa 6 Euro netto pro Stunde vergleichsweise schlecht. Schon seit vielen Jahren verrichten diese Tätigkeiten kaum mehr Österreicher. Neuerdings, so klagen die heimischen Bauern, würden auch EU-Bürger mehr und mehr ausbleiben; man müsse die Erntehelfer in Drittstaaten, wie der Ukraine oder Bosnien, suchen. Es fehle an attraktiven und fairen Arbeitsbedingungen, kritisiert die Gewerkschaft. Ihre Kampagne "Sezonieri" klärt die Männer und Frauen, die viele Stunden gebückt auf dem Feld stehen, über ihre Rechte auf.
Nach der Sendung bitten wir Sie um Ihre Meinung unter 0800 22 69 79 oder per Mail an moment@orf.at. Zu welchen Bedingungen würden Sie unter der brennenden Sonne hacken und graben? Wären Sie bereit, mehr Geld für Gemüse zu bezahlen, um einen höheren Lohn für die ArbeiterInnen zu ermöglichen?

Gestaltung: Lukas Tremetsberger

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