Straße als Konzerthaus - Fahrradtour mit Musik

Die Piaristengasse in Wien Josefstadt

Der Platz vor der Kirche Maria Treu in der Wiener Josefstadt. Am östlichen Rand des Platzes liegt die Piaristengasse. Und dort, ganz in der Nähe, auf Nummer 60, ist in einem Gassenlokal die "Agentur 08", eine privat geführte Kulturinitiative und Künstlervermittlung untergebracht. Der Jurist, Musiker und Sänger Dominik Nostitz leitet die "Agentur 08" und öffnet sie jeden Donnerstag als Veranstaltungsort für Theater, Lesungen und Konzerte, deren Besuch gratis ist. Junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt bekommen hier die Chance, Auftrittserfahrung zu sammeln, und auch ältere, bereits etablierte Persönlichkeiten aus der Kunst- und Kulturszene sieht man hier häufig. Die "Pianistengasse", bei der Eröffnung kurzerhand in "Pianistenplatz" umgewandelt, ist eines der Erfolgsprojekte von Dominik Nostitz: Vor einigen Jahren fiel dem leidenschaftlichen Wortspieler auf, dass man nur einen Buchstaben austauschen muss und schon verwandelt sich die Piaristengasse in die Pianistengasse. Dominik Nostitz ließ Straßenschilder drucken, organisierte Klaviere, vereinbarte mit der Stadt Wien die Sperrung der Gasse auf einigen 100 Metern - und einen Nachmittag lang konnten ausgebildete Pianisten und Pianistinnen aller Stilrichtungen ebenso spielen wie Freizeitmusikerinnen und -musiker. Wegen des großen Erfolgs wurde die Aktion seither jedes Jahr wiederholt. Inzwischen ist die "Pianistengasse" eine Institution im 8. Bezirk. Das Programm für die diesjährigen Konzerte in der "Pianistengasse" steht noch nicht fest. Sicher ist aber das Datum: am 8. August bei Einbruch der Dämmerung geht's los. - Gestaltung: Sabine Nikolay


Kulturbiathlon Franziska Strohmayr

Die 29-jährige Geigerin Franziska Strohmayr hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen. Innerhalb von zwölf Tagen radelt sie von Salzburg bis nach Leipzig - mit der Violine auf dem Rücken, denn zwischendurch macht sie Halt in verschiedenen Städten und spielt in Kirchen unter anderem Musik von Johann Sebastian Bach. Los ging es am Sonntag (30.6.) in Salzburg. Die erste Etappe ist für die Musikerin ein Heimspiel, denn die gebürtige Augsburgerin lebt in Salzburg. Mit der 6-Kilometer-Anreise zur kleinen evangelischen Kirche im Stadtteil Taxham hat sie einen recht gemütlichen Start gewählt - im Vergleich zu dem, was noch kommt. Morgen Dienstag spielt Franziska Strohmayr in der Kirche St. Georg in Schärding, in dieser Woche folgen dann noch St. Ägid in Regensburg und die Stadtkirche in Bayreuth. Ihre Konzerttour vergleicht sie mit einem Biathlon. Insgesamt 532 Kilometer wird Franziska Strohmayr mit dem Rad bis zur letzten Station in Leipzig zurücklegen. Bei den Auftritten wird übrigens um freiwillige Spenden gebeten. Der Erlös geht an die Organisation "Live Music Now", die Konzerte mit jungen Profimusikern in Krankenhäusern, Altersheimen und Gefängnissen organisiert. - Gestaltung: Philipp Weismann

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