Schwimmer-Zeichen

APA/HERBERT NEUBAUER

Schwimmen

Eine Kulturbewegung (1). Gestaltung: Ilse Huber

Arme, Beine, Rumpf und Kopf- die menschliche Fortbewegung im Wasser beansprucht alle Körperteile. Schwimmen bedeutet Training für Körper, Geist und Seele vom Baby- bis zum Greisenalter.

Viele persönliche Assoziationen verknüpfen sich mit gesellschaftlichen Veränderungen: sei es das Oben-Ohne Baden, die Freikörperkultur, die Sommerfrische. Alle Menschen sollen an Licht, Wasser und Sonne teilhaben. Das Rote Wien baute vor hundert Jahren die ersten Kinderfreibäder sowie Sommer- und Hallenbäder. Die politische Bewegung setzte auf sportliche Bewegung.

Schwimmen als Wettkampf ist seit 1896 olympische Disziplin. Das genaue Gegenteil heißt floaten: zur Erholung und Entspannung lässt man sich an der Oberfläche treiben. Ausdauer, Untertauchen, Rhythmus- die gleichförmigen Abläufe bringen so manches in Fluss. Zum Schwimm-Erlebnis ersten Ranges gehört das Treibenlassen in den Flüssen Aare, Rhein und Isar.

Das ist auch ganz im Sinn der Open-Water- Fans, die in stehenden Naturgewässern kraulend ihre Runden ziehen. Schwimmend in Bewegung bleiben - was macht die Faszination aus? Welche gesellschaftliche Entwicklung geht mit dieser Kulturbewegung einher? Schwimmen ist nicht nur eine Stilfrage, sondern hat auch viel mit Haltung zu tun. Wie genau das zusammengeht, untersucht Ilse Huber.

Service

LITERATUR:

Jessica Lee Mein Jahr im Wasser, Tagebuch einer Schwimmerin, Berlin Verlag 2017

Charles Sprawson: Die Kulturgeschichte des Schwimmens, mare Buchverlag 2002

Charles Sprawson: Schwimmen - eine Kulturgeschichte, Piperverlag 2004

Hans Hovorka: Republik Konge, Österr. Staatsdruckerei, 1988

Judith Duller-Mayrhofer: Die Alte Donau- auf Sommerfrische in der Stadt
Metro Verlag 2012
vergriffen

LINKS:

Museum für Geschichte - Die Steiermark geht baden
KFV Studie: So schwimmt Österreich
Flow Sports
Wien Museum - Das rote Wien
das rote Wien - Bäder, öffentlich


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