Der Dachaoshan-Staudamm in China

AP/EUGENE HOSHIKO

Sommerreprisen: Bedrohte Flüsse

Wasserkraftwerke am Mekong
Von Thomas Kruchem

Der Mekong, mit 4.500 km längster Fluss Südostasiens, ist die Lebensader für 60 Millionen Menschen. Der Fischreichtum des Flusses und des von ihm gespeisten Tonle Sap-Sees liefert 70 Prozent des kambodschanischen Proteinbedarfs. Stromabwärts getragene Sedimente machen das Mekong-Delta zur Reisschale Vietnams.

Gewaltige Chancen und Probleme zugleich birgt das Wasserkraftpotential des aus Tibet 4.000 Meter talwärts fließenden Mekong: China hat in den letzten 20 Jahren acht große Staudämme entlang des Flusses errichtet, 20 weitere sind geplant. Das bitterarme Laos und Kambodscha ziehen inzwischen nach, um durch den Export erneuerbarer Energie in die boomenden Industriegebiete Chinas, Thailands und Vietnams Entwicklung zu finanzieren.

Demgegenüber stehen die Probleme: Die Staudämme verhindern, dass Millionen Tonnen Sedimente ins Mekong-Delta getragen werden. Zudem versperren sie vielen Fischarten die Wanderwege zu ihren Laichplätzen.

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