Haydn-Denkmal

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Spurensuche nach den Dieben von Joseph Haydns Schädel

Haydns Kopf. Rekonstruktion eines Schädelraubes. Von Bernhard Herrman und Nikolaus Scholz.

1809: Am 1. Juni wird Joseph Haydn, zu dieser Zeit Europas berühmtester Komponist, auf dem Hundsthurmer Friedhof in Wien beigesetzt. Kaum ein Dutzend Trauergäste sind anwesend, darunter auch Joseph Karl Rosenbaum, ehemals Sekretär des Fürsten Eszterházy, und ein glühender Anhänger der Schädellehre des Anatomen Dr. Franz Gall.

Er und sein Freund, der Gefängnisdirektor Johann Nepomuk Peter, hatten schon vor dem Begräbnis den Plan gefasst, sich Haydns Kopf anzueignen, um zu überprüfen, ob sich das musikalische Genie des Komponisten tatsächlich in der Schläfenregion lokalisieren lässt, wie der Anatom vermutet hat.

Der Schädelraub des im April 1732, vor 280 Jahren in Niederösterreich geborenen Mannes gelingt. Der bestochene Totengräber führt in einer nächtlichen Aktion den Auftrag aus und trennt Haydns Kopf vom Rumpf. Damit beginnt die aberwitzige Odyssee von Haydns Schädel, die erst 1954, 145 Jahre nach dem Tod des Komponisten, endet - in der Bergkirche von Eisenstadt.

Produktion: Nikolaus Scholz
Redaktion: Eva Roither

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