Baumspiegelung im Burgenland

ORF

Ein Besuch im burgenländischen Wallfahrtsort Frauenkirchen

"Maria im Seewinkel und der Sommer '89". Ein Streifzug durch den Wallfahrtsort und durch ein Kapitel der jüngeren Geschichte Österreichs. - Gestaltung: Markus Veinfurter

Im Sommer 1989 - vor 30 Jahren - wurde das Burgenland zu einer Art "Probebühne" der Weltpolitik: An der Grenze zwischen Österreich und Ungarn zeigten sich erste Löcher im jahrzehntelang scheinbar unüberwindbaren "Eisernen Vorhang". Tausende Bürgerinnen und Bürger der seinerzeitigen "Deutschen Demokratischen Republik" machten sich im Sommer 1989 einfach auf den Weg. Von ihren Urlauborten am Balaton zogen sie in den Westen - und wurden so zum Anfang vom Ende des "Ostblocks".

Nur wenige Kilometer von der einst "toten Grenze" entfernt, im Seewinkel, liegt der Wallfahrtsort Frauenkirchen, seit dem 17. Jahrhundert die jüngste der jüdischen "Siebengemeinden" im Burgenland und noch einige Jahrhunderte länger Marien-Wallfahrtsort. Urkundlich erwähnt wird der Wallfahrtsort zum ersten Mal 1324. Das Gnadenbild ist eigentlich nur ein Stück Holz, auf das eine "Maria lactans", eine stillende Gottesmutter, gemalt ist. Nach zweimaliger Zerstörung durch osmanische Truppen steht heute eine prachtvolle Barockbasilika in Frauenkirchen (fertiggestellt im Jahr 1702, finanziert von der Familie Esterhazy).

Am katholischen Fest der "Aufnahme Mariens in den Himmel" (in anderen christlichen Traditionen schlicht "Entschlafung Mariens" genannt) lädt die Reihe "Memo - Ideen, Mythen, Feste" zu einem Streifzug durch den traditionsreichen Wallfahrtsort im Seewinkel ein - und durch ein Kapitel der jüngeren Geschichte Österreichs, das fast schon ein wenig in Vergessenheit geraten ist.

Sendereihe

Gestaltung

  • Markus Veinfurter