Kind greift nach Gitarrensaiten

AP/CHITOSE SUZUKI

Takt, Technik und Therapie

Der Musikmediziner Klaus Laczika im Porträt
Von Hanna Ronzheimer

Zuerst war da die Leidenschaft für das Klavier. Dann kam das Medizinstudium, auf das noch ein Musikstudium folgte. Vor mehr als zehn Jahren wurde Klaus Laczika schließlich Musikmediziner. Als solcher begründete er die musiktherapeutische Einrichtung auf der Intensivstation im Allgemeinen Krankenhaus in Wien - im Jahr 2007 war das eine Premiere in österreichischen Krankenhäusern. Seitdem treten hier regelmäßig Musiktherapeutinnen und -therapeuten behutsam an die Betten von Menschen, die im sogenannten roten Bettentrakt liegen, angeschlossen an Beatmungs-, Infusions- und Messgeräte. Bekommen sie es mit, wenn jemand für sie auf der Harfe spielt und dabei ihre Hand hält?

Der Patient ist meist nicht bei Bewusstsein, oft steht er an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Dass er diese Schwelle noch nicht überschritten hat, zeigen Bildschirme mit Herzschlag und Pulswerten. Die Harfe, der Gesang, vielleicht auch die Berührung, bringen diese Werte manchmal ein wenig zum Tanzen - im positiven Sinn. Wie der Körper auf Musik reagiert, das untersucht der Wissenschafter Klaus Laczika an gesunden Menschen - beispielsweise den Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, denen er während eines Konzertes Messgeräte anlegte. - Eine Sendung über einen Pionier der österreichischen Musikmedizin.

Sendereihe

Gestaltung