Ö1 Journale

Ö1 Mittagsjournal

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Beiträge

  • Brasiliens Regenwald brennt: Wer ist verantwortlich?

    Rund 60 Prozent der sogenannten grünen Lunge des Planeten, des Amazonasregenwaldes liegen in Brasilien. Seit dort der Rechtspopulist Jair Bolsonaro Präsident ist, nimmt der Verlust des Regenwaldes in Brasilien dramatische Ausmaße an. Mehr als 74.000 Waldbrände sind es in diesem Jahr schon. Das sind um 84 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahlen sind offiziell und unumstritten. Aber wer ist für diese Brände verantwortlich? Darüber wird in Brasilien heftig gestritten.

  • Auch ÖVP will Mercosur-Abkommen ablehnen

    Brasiliens Umgang mit dem Regenwald und wie dort Landwirtschaft und Viehzucht betrieben wird, wird wohl noch eine ausschlaggebende Rolle spielen beim Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten, zu denen auch Brasilien gehört. Der vorläufige Abschluss ist im Juni von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker als "historischer Moment" bejubelt worden. Frankreich hat aus Angst um seine Bauern längst sein Nein vorläufiges deponiert. Auch Österreich wird den Entwurf wohl ablehnen: Ex-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat nun ihr Nein angekündigt. Auch aus anderen Parteien kommen ablehnende Stimmen.

  • Casinos: Rothensteiner verteidigt Sidlo-Bestellung

    Der Staat hält ein Drittel der Anteile an der Casinos Austria AG. Die jeweilige Regierungskoalition hat damit indirekt Sitz und Stimme im Aufsichtsrat. Dieser verantwortet auch die umstrittene Bestellung von FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo zum Finanzvorstand. Das soll politisch ausgemacht gewesen sein, zwischen der FPÖ und dem Glücksspielkonzern Novomatic, der ebenso Anteile an der Casinos AG hält. Eine zentrale Rolle bei der Personalie spielt Walter Rothensteiner, der Präsident des Kontrollgremiums. In einem Brief hat er das Vorgehen verteidigt.

  • Personalberater: "nicht professionellster Eindruck"

    Laut Personalberater Josef Fritz macht die Bestellung von Peter Sidlo zum Casinos Austria-Finanzvorstand "nicht den professionellsten Eindruck". Die Vorstandsbestellung sei eine der wichtigsten Aufgaben eines Aufsichtsrates. Dem seien die höchsten Ansprüche an Professionalität zu Grunde zu legen.


    Fritz sieht mittlerweile Professionalität im Aufsichtsrat massiv gefordert, man wolle nicht mehr "Familiy, Friends and Fools", also persönliche Beziehungen bei der Bestellung. Da der Aufsichtsrat auch für seine Tätigkeiten hafte, brauche es verantwortungsvolle Personen.

  • Pilz-Kritik an Justizminister Jabloner zur SOKO Ibiza

    Scharfe Kritik an Justizminister Clemens Jabloner kommt heute von Peter Pilz. Es geht um die Zusammensetzung der SOKO Ibiza des Bundeskriminalamtes (BKA). Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat ja anonyme Hinweise erhalten, wonach in der SOKO ÖVP-nahe Beamte säßen, und sie an das BKA weitergeleitet. Darin sieht Justizminister Jabloner laut einem Pilz vorliegenden Schreiben keine Befangenheit. Pilz kritisiert, damit stelle sich Jabloner gegen die WKStA und lasse den Rechtsstaat im Stich.

  • Was macht Heidi Horten & woher kommt ihr Geld?

    Beim Thema Parteispenden ist Heidi Horten in den letzten Monaten gleich zwei Mal in die politischen Schlagzeilen geraten: Die Kaufhaus-Erbin wurde zuerst im Ibiza-Video von Heinz Christian Strache als Spenderin für die Freiheitlichen genannt, was sie dementiert hat. Nun hat sie die Volkspartei als größte Einzelspenderin der Partei genannt. Bisher ist Horten in der Politik sonst nicht aufgefallen. Eher in der High Society und als Spenderin von Tierschutz-Einrichtungen bis zu Sportvereinen.

  • Syrisches Wüstenlager für Kinder "ungeeignet"

    Deutschland hat zu Wochenbeginn erstmals vier Kinder von deutschen IS-Anhängerinnen aus dem Wüstenlager Al-Hol in Nordsyrien zurückgeholt. Das österreichische Außenministerium prüft eine Rückholung österreichischer Kinder noch, weist aber darauf hin, dass sie von Hilfsorganisationen medizinisch und humanitär versorgt würden. Vom UNO-Kinderhilfswerk heißt es aber, das Lager sei kein guter Ort für Kinder, überfüllt und heiß.

  • Al-Hol: "Größtes Problem ist die Radikalisierung"

    Besonders im Sommer würden sich die Anzeichen für Unterernährung der Kinder in Al-Hol häufen, berichtet die Journalistin und Autorin Petra Ramsauer, die vor kurzem selbst in dem Wüstenlager war. Die Versorgung würde nicht funktionieren, durch Hitze könnten die Kinder den Sommer nicht überleben.


    Das größte Problem sei aber die Radikalisierung. Selbst das Pentagon hat laut Raumsauer den US-Kongress gewarnt, in al-Hol würde eine neue IS-Terrorzelle entstehen. Mütter hätten keine Ahnung, wie sie ihre Kinder davor schützen sollen. Für Ramsauer geht es bei Rückholungen nicht um Mitleid, sondern um ein Sicherheitsproblem, das sich zusammenbraue. Ramsauer appelliert im Ö1-Mittagsjournal, die rund 600 Männer, 700 Frauen, 1500 Kinder aus Europa in dem Gebiet zurückzuholen und Deradikalisierungsmaßnahmen zu ergreifen.

  • Usbekistan befreit Regimekritiker aus Gefängnis

    Usbekistan galt lange als eine der grausamsten Diktaturen weltweit. Langzeitherrscher Islam Karimow ließ tausende Kritiker seines Regimes in Gefängnisse werfen, foltern und manchmal auch töten. Doch Karimow ist seit 3 Jahren tot. Sein Nachfolger Shafkat Mirsijojew hat viele politische Gefangene freigelassen und vorsichtige Reformen eingeleitet. Nun soll auch das berüchtigtste der Foltergefängnisse, die Strafkolonie Jaslyk, geschlossen werden. Asam Formonow war ein Gefangener dort.

  • Groningens Erde bebt wegen Gasförderungen

    Bauernhöfe bröckeln und Einfamilienhäuser zeigen Risse. In Groningen, einer Provinz im Nordosten der Niederlande, bebt immer wieder die Erde. Ursache ist die Erdgas-Förderung auf Europas größtem Gasfeld. 260 Milliarden Euro haben die Niederlande mit dem Gas eingenommen, und Milliarden für hundertausende Schäden an Häusern in der Region ausgegeben.

  • Kickl wirft ÖVP Linksschwenk vor

    Ex-Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ sich auf seinen Nachfolger Wolfgang Peschorn und den Ex-Regierungspartner ÖVP ein. Der ÖVP wirft er einen Linksschwenk vor und dem aktuellen Innenminister, ein ÖVP-Handlanger zu sein.

  • Strategien gegen Hass-Cluster im Internet

    Bei zahlreichen Terroranschlägen haben rechtsextreme Täter zuvor Manifeste und andere Schreiben im Internet veröffentlicht, und darin versucht ihre hasserfüllten Taten zu rechtfertigen. Auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken tummeln sich jede Menge Gruppen mit rassistischen oder antisemitischen Inhalten, die zumindest in Österreich verboten wären. Wie man das bekämpft, ist umstritten, US-Mathematiker machen nun in einer Studie Vorschläge, die recht einfach klingen und sehr wirkungsvoll sein sollen.

  • Rammstein in Wien zweimal ausverkauft

    Zum Abschluss ihrer höchst erfolgreichen Europa Stadion Tournee gastiert die deutsche Rockband Rammstein im ausverkauften Praterstadion in Wien. Sieben Alben hat die Band in bisher veröffentlicht. Am 18. Mai erschien das neue selbst-betitelte Album - wieder Nummer eins in 14 Ländern. Darunter Österreich, Deutschland, Frankreich oder auch Russland, wo die Band jüngst für Aufsehen gesorgt hatte.

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