Geflüchtet aus Afghanistan, gestorben in Europa

Polizeigewalt auf der Balkanroute
Gestaltung: Andrea Beer / Srdjan Govedarica

Der Leichnam eines Flüchtlings aus Afghanistan wird in seine Heimat übergeführt. Der junge Mann ist 2018 im Grenzfluss zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien ertrunken. Freiwillige haben seine Familie zuhause ausfindig gemacht und ermöglicht, dass der Tote zurückkehrt. Der kroatischen Polizei machen sie schwere Vorwürfe: sie schiebe Flüchtlinge illegalerweise ohne Prüfung ihrer Asylwünsche zurück, oft unter Anwendung brutaler Gewalt.
Mehr als 200 Menschen sind seit 2013 auf der Balkanroute ums Leben gekommen. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Die Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen an der kroatischen EU-Außengrenze häufen sich; die Präsidentin hat offen Polizeigewalt zugegeben.

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