Deutsche Soldaten in Warschau, 1939

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Welche Alternativen gibt es zum Krieg?

"Dem Rad in die Speichen fallen", Teil 2. Eine Doppelausgabe von "Logos - Glauben und Zweifeln" zum Gedenktag "80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg" am 1. September 2019. - Gestaltung: Markus Veinfurter

"Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen" - Am 1. September 1939, vor 80 Jahren, versuchte sogar Adolf Hitler seinen Angriffskrieg als Akt der Selbstverteidigung auszugeben - denn als solcher kann sogar Waffengewalt als "erlaubt" gelten, wenn nicht sogar "gerechtfertigt". Dahinter steht die alte Lehre vom "gerechten Krieg": Damit haben schon Denker der Antike die Anwendung militärischer Gewalt einzudämmen versucht. Später hat auch die christliche Theologie Kriterien entwickelt, unter denen Krieg als "letztes Mittel" (ultima ratio) zulässig sein könnte.

Doch noch mitten in der so genannten "Aufklärung" vertrat der preußische General Carl von Clausewitz die Ansicht, Krieg sei bloß die Fortsetzung der Politik "mit anderen Mitteln". Im Gegenzug scheiterte der radikale Pazifismus des 19. Jahrhunderts spätestens an der unvorstellbaren Grausamkeit des Nationalsozialismus.

Der evangelische Theologe und Märtyrer Dietrich Bonhoeffer formulierte schon 1933 - angesichts der ersten Gewalttaten gegen Jüdinnen und Juden im "Dritten Reich": "Es reicht nicht, die Opfer unter dem Rad zu verbinden. Man muss dem Rad selbst in die Speichen fallen."

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  • Markus Veinfurter

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