Die Europäische Zentralbank hinter einem Stacheldraht

APA/DPA/BORIS ROESSLER

Querelen um das Quantitative Easing

Wozu die EZB zusätzliches Geld locker machte
Von Juliane Nagiller

Indem die Europäische Zentralbank Staatsanleihen und andere Wertpapiere kaufte, erhöhte sich die Geldbasis. So sollten Geschäftsbanken Zentralbankgeld bekommen, um sie als Reserve für die Kreditvergabe verwenden zu können. Zu diesem unkonventionellen Instrument der Geldpolitik griff die EZB 2015, genannt "Quantitative Easing". Mit rund 2,5 Billionen Euro war es das größte Ankaufprogramm in der Geschichte der EZB. Der Zweck: Investitionen und der Konsum im Euroraum sollten anregt und die Inflationsrate in Richtung ihres Zielwertes von knapp unter 2 Prozent gedrückt werden. Denn nach der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 drohte eine Deflation. - Seit Jahresbeginn kauft die Europäische Zentralbank keine neuen Anleihen mehr.

Was ist mit dem Geld passiert und wer hat davon profitiert? Das Geld sei nie in der Realwirtschaft angekommen, monieren Kritiker, sondern in Schattenbanken geflossen. Mit dem Ankaufprogramm konnte die Einkommensungleichheit reduziert werden, hält die EZB dagegen.

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