Ethik macht Schule

Schule: Religion UND/ODER Ethik +++ Islamische Religionslehrer/innen: Drastischer Rückgang bei Studierenden +++ Papst Franziskus in Afrika. - Moderation: Alexandra Mantler

1. Schule: Religion UND/ODER Ethik

Für Religionslehrerinnen und -lehrer an öffentlichen Schulen ist der Schulanfang meist keine sehr angenehme Zeit. Dann müssen sie nämlich oft regelrecht werben um ihre Schülerinnen und Schüler. Von Mathe und Turnen kann sich niemand abmelden, von Religion schon. Doch nun soll ein Modell, das die türkis-blaue Regierung geplant hatte, umgesetzt werden, heißt es aus dem Unterrichtsministerium der Übergangsregierung. Eine entsprechende Gesetzesinitiative ist in Vorbereitung. Demnach wird der Schulversuch Ethikunterricht in den Regelschulbetrieb übernommen, was bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler, die sich vom konfessionellen Religionsunterricht abgemeldet haben, in der Oberstufe Ethikunterricht besuchen müssen. Genau daran stößt sich die Initiative "Ethik für alle", die sich für die Einführung eines eigenständigen Pflichtfaches "Ethik" für alle Schüler/innen stark macht. Die Initiative strebt ein Volksbegehren an und hat die nötigen Unterschriften dafür bereits gesammelt. - Gestaltung: Judith Fürst


2. Islamische Religionslehrerinnen: Drastischer Rückgang bei Studierenden

Pro Jahrgang waren es bisher immer rund 50 angehende islamische Religionslehrerinnen und -lehrer, die an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems studiert haben. Im Vorjahr waren es drei. Der Grund: Reine Religionslehrer/innen an der Pflichtschule - egal welcher Religion oder Konfession - soll es in Zukunft nicht mehr geben, zumindest keine neu hinzukommenden. Sondern nur noch zum Beispiel die voll ausgebildete Volksschullehrerin mit zusätzlichem Schwerpunkt islamische Religion. Oder katholische Religion, orthodoxe Religion, Sport oder Musik, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Damit wird schrittweise ein 2013 beschlossenes Gesetz umgesetzt, wonach für die Zukunft keine Lehrkräfte mehr ausgebildet werden, die ausschließlich die Befähigung zum Religionsunterricht haben. Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems bietet im Rahmen der Pädagog/innenbildung Neu den Schwerpunkt Religion im Rahmen des Lehramtsstudiums an. Angehende Lehrerinnen und Lehrer können seit dem Studienjahr 2016/17 diese Ausbildung wählen, doch vorläufig sind das zum Beispiel bei den angehenden islamischen Religionslehrenden nicht sehr viele. Lise Abid hat nachgefragt an der KPH Wien/Krems.


3. Papst Franziskus in Afrika

Er fühle sich durch Ausländerfeindlichkeit in Europa manchmal in die Zeit des Nationalsozialismus zurückversetzt. Das hat Papst Franziskus am 10. September gegenüber Journalistinnen und Journalisten auf dem Rückflug von Madagaskar nach Rom gesagt. Fremdenfeindlichkeit sei "eine Krankheit wie Masern" und sie "reite auf der Welle des politischen Populismus", so das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Franziskus hat auch von seiner Sorge über die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll, über Abholzung und Zerstörung der Artenvielfalt gesprochen. Knapp eine Woche war der Papst in Mosambik, Madagaskar und Mauritius unterwegs. ORF-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder war in Mosambik dabei, als der Papst in dem kriegsgeschüttelten Land zu Frieden und Versöhnung aufgerufen hat: "Nein zur Gewalt, die zerstört, ja zum Frieden und zur Versöhnung".

Service

Ethik für Alle
Gymnasium Draschestraße
Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems

Sendereihe

Gestaltung