"Torso #1" von Peter Kutin

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Die Preisträger des Prix Ars Electronica 2019

Goldene Nika für Peter Kutin beim Prix Ars Electronica 2019. Gestaltung: Susanna Niedermayr

Alle zwei Jahre wird der Prix Ars Electronica in der Kategorie "Digital Musics & Sound Art" abgehalten, so auch heuer wieder, im Jubiläumsjahr des Ars Electronica Festivals, das vom 5. bis 9. September sein 40-jähriges Bestehen feierte.

Eines der zentralen Themen, mit denen sich Künstler/innen heute beschäftigen, sei die Beziehung zwischen dem Digitalen und dem Analogen, zwischen dem Mensch und der Maschine, so die Jury in ihrem Statement, und oft führe dies zu der Frage, ob digitale Sonifikation und Transformation signifikanter ist als das ursprüngliche Phänomen und ob Klang, der nicht digital bearbeitet wurde, seine Bedeutung verloren hat. Die Generierung von Klang würde durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer öfter automatisiert werden. Mit sozio-politischen Fragen hätten sich demgegenüber auffallend wenige Projekte beschäftigt. Interaktionsmöglichkeiten hätten sie oftmals vermisst, so die Jury-Mitglieder weiter.

Einen Schwerpunkt bildeten auf der anderen Seite immersive Arbeiten. Zu ihnen zählt auch die optoakustische Installation "Torso #1" von Peter Kutin, der als erster Österreicher (alleine) die Goldene Nika in der Kategorie "Digital Musics & Sound Art" gewann. Die zwischen vier rotierenden Lautsprechern und einigen im Raum platzierten Mikrophonen entstehenden Klänge und Feedback-Schleifen werden durch das Variieren der Geschwindigkeit moduliert. Dabei entfaltet "Torso #1" eine beeindruckende psychoakustische Wirkung.

Die beiden Auszeichnungen gingen an Samson Young für "Muted Situation #22: Muted Tchaikovsky's 5th" und an Tomomi Adachi, Andreas Dzialocha und Marcello Lussana für "Voices from AI in Experimental Improvisation".

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Prix Ars Electronica 2019 - Digital Musics & Sound Art

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