Tauben auf Stufen

AFP/STEPHANE DE SAKUTIN

Ich bin ganz im Satz

"Stufen zur Vollkommenheit". Von Günter Eichberger. Es liest Alexander Mitterer. Gestaltung: Michaela Monschein.

"Die Kunstpause: Kunst darf alles, muss nichts - nicht einmal Kunst sein." Mit diesem Satz beginnt Günter Eichbergers neuestes Buch. Gedankensplitter, klug, witzig, böse und manchmal auch dunkel. Dazwischen kurze und längere Texte in denen Peter Rosegger, der Papst oder Karl Kraus plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen. Günter Eichberger hat, wie er selbst schreibt, die Lizenz zum gemeingefährlichen Kofabulieren. Er erzählt Geschichten einfach nach Lust und Laune weiter oder bringt Personen zusammen, die sich im wirklichen Leben nie getroffen haben.
Das gilt auch für "Eisenerz abbauen". Dem Dogma des permanenten Wachstums wird das bewusste Schrumpfen entgegengesetzt. Münichtal trifft auf Minimundus. Texte, die das Gehirn in Falten legen (Eichberger). Erfrischend anarchische Wortspiele, wie "Wenn ich jetzt schließe, bleiben alle Unwahrheiten bis in alle Möglichkeit ungesagt."

Am 15. September feiert Günter Eichberger seinen 60. Geburtstag.

Günter Eichberger
15. September 1959 in Oberzeiring (Steiermark) geboren. Studium der Germanistik und Anglistik. Promotion 1984. Seit 1987 freiberuflicher Autor von Stücken, Hörspielen und Prosabänden. Er lebt in Graz. Seit Jahren erscheinen seine Bücher im Ritter Verlag in Klagenfurt.

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Günter Eichberger, "Stufen zur Vollkommenheit". Ritter Verlag, 2019

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