Bazon Brock

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Bazon Brock über seinen Glauben

"Was glauben Sie?" - Der Künstler und Philosoph Bazon Brock. - Gestaltung: Johannes Kaup

Der heute in Berlin lebende Bazon Brock ist ein legendärer universal gebildeter Kulturvermittler. 1936 wurde er als Jürgen Johannes Hermann Brock in Stolp in Pommern geboren. Nach der Flucht seiner Familie vor der Roten Armee und einem Aufenthalt in einem dänischen Flüchtlingslager, absolvierte er seine Schulbildung in Itzehoe. Nach der Schule, wo er seinen griechischen Spitznamen "Bazon" erhielt, absolvierte er zunächst eine Ausbildung in Dramaturgie, studierte parallel dazu Philosophie, Germanistik und Politikwissenschaften.

Zusammen mit Friedensreich Hundertwasser, Joseph Beuys, Wolf Vostell und anderen veranstaltete er in den 1960er-Jahren Happenings. Brock, der der Fluxus-Bewegung zugerechnet wird, hielt auf dem Kopf stehend Vorträge und warf seine Schuhe in den Ätna. Auf der Kasseler documenta 4 1968 richtete Brock erstmals eine Besucherschule ein, um dem Publikum das Verständnis für Kunstbetrachtung nahezubringen. Ein Konzept, das sich aufgrund seines Erfolgs rasch verbreitete.

Nach Stationen in Hamburg und Berlin lehrte Brock drei Jahre lang an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. 1981 übernahm er die Professur für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Universität Wuppertal, bis er 2001 emeritiert wurde.
Heute leitet Brock - laut Eigendefinition "Verbokrat", "Beweger" und "Denker im Dienst" - die Denkerei in Berlin-Kreuzberg. Johannes Kaup hat den unkonventionellen heute 83-jährigen Bazon Brock in seiner "Denkerei" in Berlin-Kreuzberg besucht.

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